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Mobile Schule: Bildung für Straßenkinder

Ausgangssituation

Mosambik gilt als eines der am wenigsten entwickelten Länder der Erde. Besonders Kinder leiden unter der Armut. Katastrophale Zustände herrschen auch in der Hauptstadt Maputo, wo Elendsviertel wie die Stadtteile Luís Cabral und Polana Caniço jeden Tag weiter wachsen.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

terre des hommes arbeitet seit 2002 mit Meninos de Moçambique (MDM) zusammen. Die Non-Profit-Organisation engagiert sich seit 1999 für Straßenkinder und Hilfsmaßnahmen in den Elendsvierteln von Maputo.

Maßnahmen und Wirkungen

Das Projekt »School (Re)integration of Street Children« hat zum Ziel, jährlich 300 Kinder aus Armenvierteln an die Schulbildung heranzuführen. Viele dieser Kinder sind bereits neun Jahre alt und haben nie eine Schule besucht. Andere haben die Schule abgebrochen, um zu arbeiten oder weil sie es zu Hause nicht mehr ausgehalten haben. Viele Kinder, um die MDM sich kümmert, leben auf der Straße, andere sind aufgrund ihrer familiären Situation und ihrer Lebensumstände gefährdet, auf der Straße zu landen.

Die Kinder werden in die öffentlichen Schulen eingeschrieben und bekommen zusätzlichen Unterricht durch eine »mobile Schule«, die in einem Transporter untergebracht ist und an verschiedenen Stellen der Armenviertel eingesetzt wird. Hier lernen die Kinder nicht nur Schulwissen, sondern werden auch über Probleme wie Drogen und Prostitution sowie über Kinderrechte und Hygiene informiert.Die Ergebnisse können sich sehen lassen: 2015 verbesserten 85 Prozent der Kinder aus dem Projekt ihre schulischen Leistungen und entwickelten ein besseres Sozialverhalten.

Herausforderungen und Planung

Die Situation, in der die meisten Familien leben, ist besorgniserregend. Da die Kinder aber vor allem von ihren Eltern und älteren Geschwistern geprägt werden, soll bei der weiteren Durchführung des Projekts stärker mit den Familien gearbeitet werden.


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