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Schutz vor Gewalt und Bildungschancen in Maputo

Die Ausgangssituation

Maputo ist die Hauptstadt von Mosambik. Das am Stadtrand gelegene Viertel Luis Cabral ist stark von Armut geprägt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Kinder, darunter viele Waisenkinder. Sie leben auf der Straße und putzen Schuhe, tragen Wasser oder sind Verkäufer*innen.

Sexueller Missbrauch ist eine der schlimmsten Erfahrungen, denen diese Mädchen und Jungen ausgesetzt sind. Auch viele Kinder, die nicht auf der Straße leben müssen, haben häufig unter den schlimmen Folgen körperlicher Gewalt zu leiden. Gegen diese Missstände engagieren sich die Mitarbeiter*innen der terre des hommes-Partnerorganisation Meninos de Moçambique (Mozambique's Children / MDM).

Die terre des hommes-Partnerorganisation

MDM – Meninos de Moçambique wurde 1999 gegründet und unterstützt seither Straßenkinder in den ärmeren Wohnvierteln der Hauptstadt. Das Hauptziel der Organisation ist die gesellschaftliche Reintegration, der Schutz und die Bildung von Kindern aus schwierigen Lebensverhältnissen.

Maßnahmen und Wirkungen

Ziel des Projekts ist es, 300 Kinder und Jugendliche durch Bildung, Qualifizierung und psycho-soziale Unterstützung zu stärken. Dazu zählen zum Beispiel Maßnahmen, Kindern wieder den regelmäßigen Besuch einer Schule zu ermöglichen.

Viele Mädchen im Viertel leiden unter den Folgen sexualisierter Gewalt. Hinzu kommen zahlreiche Fälle von jungen Eheschließungen und Frühgeburten. Dieser Gruppe von Mädchen bietet das Projekt die Chancen einer Berufsausbildung. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie technische Unterstützung, damit sie sich selbstständig machen können.

Um eine offene Diskussion über geschlechtsspezifische Gewalt und die Rechte von Frauen zu ermöglichen, wurden Mädchenclubs gegründet. Meninos de Moçambique arbeitet auch intensiv an einem Kinderschutzprogramm. In den eigens gegründeten Kinderclubs erfahren Jungen und Mädchen mehr darüber, wie sie ihre Rechte in der Öffentlichkeit wahrnehmen können. Darüber hinaus bieten die Clubs auch gemeinsame Freizeitmöglichkeiten.

Lokale Führungskräfte werden darin geschult, wie sie geschlechtsspezifische Diskriminierung und Gewalt verhindern können. Friedenserziehung ist ein zentraler Schwerpunkt der Fortbildungsmaßnahmen.

Herausforderungen und Planung

Die Jungen und Mädchen aus den Kinderclubs sollen sich mit anderen Organisationen vernetzen, um auch die Medien auf Verletzungen von Rechten hinzuweisen und für das Thema psychischer und körperlicher Gewalt zu sensibilisieren.

12/2021

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