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Schutz vor Gewalt und Bildungschancen für Straßenkinder in Maputo

Die Ausgangssituation

Maputo ist die Hauptstadt Mosambiks in Ostafrika. Das vom 15-jährigen Bürgerkrieg und Naturkatastrophen gezeichnete Land zählt zu den ärmsten der Welt. Häusliche und insbesondere sexuelle Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen zählt zu den größten sozialen Problemen des Landes. 33% der Kinder zwischen 12 und 15 Jahren werden Opfer sexueller Gewalt – eine der höchsten Raten weltweit. Trotz staatlicher Interventionen und Gesetzen bleibt geschlechterbasierte Gewalt ein schwerwiegender Missstand, der psychische und körperliche Folgen für die Opfer nach sich zieht.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

MDM – Meninos de Moçambique wurde 1999 gegründet und unterstützt seither Straßenkinder in den ärmeren Wohnvierteln der Hauptstadt. Das Hauptziel der Organisation ist die gesellschaftliche Reintegration, der Schutz und die Bildung von Kindern aus schwierigen Lebensverhältnissen.

Maßnahmen und Wirkungen

MDM verfolgt ein ganzheitliches Programm, um Kindern nachhaltig zu unterstützen und ihnen eine Zukunftsperspektive zu bieten. Neben Nachhilfe, Wiedereingliederung in die Schule oder Bereitstellung von Schulmaterialien erhalten die Kinder auch emotionale Unterstützung im Umgang mit den Herausforderungen ihres Lebens: Im MDM-Zentrum können die Jungen und Mädchen an Freizeitaktivitäten teilnehmen und finden ein offenes Ohr für Sorgen und Wünsche. Im aktuellen Programm spielt das Thema Gewalt eine große Rolle, mit der Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag häufig konfrontiert sind. Zusammen mit dem Team von MDM lernen sie, wie sie sich schützen können, welche Rechte sie haben und welche Hilfsangebote es gibt. Dafür arbeitet MDM eng mit Menschen aus dem Stadtteil zusammen, um die Schutzmechanismen für Kinder zu stärken und sie insbesondere vor sexuellen Übergriffen zu bewahren.

Herausforderungen und Planung

Meninos de Moçambique entwickelt ein Netz von Akteurinnen und Akteuren, um den Kindern in ihren Stadtvierteln bestmöglichen Schutz und Bildungschancen zu bieten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Stärkung von jungen Mädchen und Frauen. 30 Mädchen, die Opfer sexueller Gewalt wurden, nehmen an Kursen zu beruflicher Bildung und Selbstorganisation teil und erhalten individualisierte Begleitung in persönlichen und rechtlichen Fragen.

06/2019

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