Zum Inhalt springen

Sie sind hier:

Polen: Code for Green – Innovationen für eine gesunde Umwelt

Ausgangssituation

Technologien können helfen, Umweltschutz voranzutreiben. Doch 2020 fehlten in der EU 700.000 Fachkräfte für Informations- und Kommunikationstechnik - während 400.000 Europäer*innen durch Luftverschmutzung vorzeitig starben . Auch in Polen leiden die Menschen unter hoher Feinstaubbelastung. Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace werden die Grenzwerte beispielsweise an 62 Prozent der Kindergärten überschritten.

Gleichzeitig lernen die Fachkräfte der Zukunft noch immer im Frontalunterricht der Vergangenheit. Lehrkräften fehlt es an Kenntnissen, Schulen an Ausstattung. Und Mädchen versperren alte Rollenbilder den Weg in technische Berufe. Wer zu Hause nicht gefördert wird, droht den Anschluss zu verlieren. Besonders gefährdet sind Schüler*innen in schwierigen Familiensituationen: An den im Projekt beteiligten Schulen bestimmen Armut und Alkoholabhängigkeit der Eltern das Leben von rund zehn Prozent der Schüler*innen. 15 Prozent sind »Euro-Waisen«, deren Eltern in anderen europäischen Ländern arbeiten.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Forum for Civic Initiatives Foundation (FFIS) fördert Kinder und Jugendliche durch innovative Bildung, die Vermittlung von technologischen Kenntnissen, ökologischer Kompetenz und sozialen Fähigkeiten.

Maßnahmen und Wirkungen

Mit dem Projekt unterstützt FFIS vor allem junge Frauen und benachteiligte Jugendliche . An acht Schulen in und um Poznań, Wrzésnia und Polkowice hat die terre des hommes-Partnerorganisation dafür EduLabs eingerichtet. Hier lernen 160 Schüler*innen Programmieren. Sie können mit Robotik-Sets und Bioenergie-Anwendungen experimentieren, Bodenproben analysieren, Datensätze auswerten und graphisch aufbereiten.

Zwei Mal pro Woche treffen sich die Teilnehmer*innen nach dem Unterricht im EduLab. Sie lernen, Probleme zu analysieren und Produkte zu entwickeln, gut zu kommunizieren und erfolgreich zusammen zu arbeiten. Die Qualität der Prototypen ist hoch: Ein Team in Wrzésnia etwa entwickelte ein System, um die Luftqualität zu messen. Das wird mittlerweile allen Kindergärten in der Gemeinde Wreśznia eingesetzt.

Damit sie die Jugendlichen fachkundig begleiten können, schult FFIS 18 Lehrkräfte u. a. in Design Thinking, projektbasiertem Unterricht und Projektmanagement.

Herausforderungen und Planung

FFIS unterstützt Jugendliche dabei, eigene Lösungen für ökologische Probleme zu entwickeln und Kompetenzen zu erwerben – Kompetenzen, die angesichts der globalen Umwelt- und Klimakrise dringend gebraucht werden.

Ein mobiles »Labor im Truck« soll dafür sorgen, dass künftig so noch mehr Jugendliche auch in sehr kleinen bzw. entlegenen Gemeinden erreicht werden können

Das Projekt wird von der Volkwagen-Belegschaftsstiftung unterstützt.

Zurück zum Seitenanfang

Bleiben Sie doch noch einen Moment –
und abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!

Bleiben Sie informiert.
Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!