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Einsatz für die Rechte von Frauen

Schon kurz nach dem Gewinn der Wahlen durch die FSLN im Jahr 2006 begann Daniel Ortega mit einer Kampagne gegen unabhängige Nichtregierungsorganisationen. Im Visier standen vor allem Frauenorganisationen. Dieses Vorgehen ist der Annäherung der Regierung an die katholische Kirche geschuldet, der starke Frauenorganisationen ein Dorn im Auge sind.

Das derzeitige Ziel der nicaraguanischen Frauengruppen ist, dass die mit der sandinistischen Revolution erkämpften Frauenrechte nicht innerhalb kurzer Zeit wieder zunichte gemacht werden. Die Organisation Puntos de Encuentro führt mit Unterstützung von terre des hommes die Kampagne Mujeres en Movimiento (Frauen in Bewegung) durch. Puntos arbeitet mit Frauenorganisationen im ganzen Land. Beispielsweise werden Fortbildungen oder offene Diskussionsabende zu Themen wie Frauenrechte, Häusliche Gewalt und »Gesundheit« veranstaltet. Auch beraten die Mitarbeiter von Puntos zahlreiche Frauenrechtlerinnen bei ihren Strategien für die lokale politische Agenda.

Ein zentrales Medium für die Arbeit von Puntos de Encuentro ist die Zeitschrift »La Boletina« die Puntos vier Mal im Jahr herausgibt. Sie beinhaltet frauenrelevante, aber auch sonstige aktuelle Themen. Die Zeitschrift wird an Frauengruppen in ganz Nicaragua verteilt, viele davon in abgelegenen ländlichen Regionen, wo es oft keinen weiteren Zeitschriftenvertrieb gibt. So erreicht La Boletina etwa 150.000 Leserinnen – ein enormer Verbreitungsgrad. Im Umgang mit Medien hat Puntos de Encuentro schließlich jahrelange Erfahrung: Die Organisation produziert eine TV-Serie für Jugendliche, mit der Inhalte wie Aids-Prävention oder gewaltfreie Konfliktlösung transportiert werden. Auch das aktuelle Projekt wird seinen Teil dazu beitragen, in der nicaraguanischen Gesellschaft etwas zu bewegen.

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