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Schutz für syrische Flüchtlingskinder in Jordanien

In Jordanien leben aktuell mehr als 600.000 syrische Flüchtlinge. Wenn sie es schaffen, Jordanien lebend zu erreichen, konkurrieren sie mit den ortsansässigen Bürgern um Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bildung und Schutz und vor allem um einen Berufseinstieg im Gastland. Die Regierung Jordaniens kann dem Anforderungsdruck der eigenen Gesellschaft und der wachsenden syrischen Flüchtlingsgesellschaft kaum noch standhalten. Die Spannungen und der Kampf um knapp werdende Ressourcen zwischen den ortsansässigen Bewohnern und den Flüchtlingen verschärfen sich und spitzen sich immer mehr zu.

Seit 2012 unterstützt terre des hommes die Arbeit der Schwesterorganisation Lausanne durch Programme zur Versorgung und Integration von syrischen Flüchtlingen in den Regionen Irbid, Mafraq, Ramtha, Ajloun und Jerash. Neben der Versorgung der Flüchtlinge für das unmittelbare Überleben konzentriert sich das Projekt zunehmend auf die Integration der Flüchtlinge in die aufnehmenden Gemeinden.

Kinder und Jugendliche sind einem starken Risiko von Kinderarbeit, häuslicher Gewalt und Kinderehen ausgesetzt. Kinder werden zunehmend ausgebeutet, damit die tägliche Grundversorgung der Familie gedeckt ist. Im Fokus des Projektes steht der Schutz der Kinder durch präventive wie auch akute Maßnahmen. Das Projekt schafft sowohl bei den syrischen Eltern als auch bei der ortsansässigen Bevölkerung und den lokalen Organisationen ein Bewusstsein für das Kindeswohl und den Umgang mit Kindern. Familien, Gemeinden und Organisationen werden über Gefahren von Kinderarbeit aufgeklärt und es werden Maßnahmen zum Schutz der Kinder auf Gemeindeebene etabliert. In auftretenden Fällen häuslicher oder sexualisierter Gewalt erfolgt eine Einzelfallbetreuung für die gesamte Familie.

Bitte spenden Sie für Kinder auf der Flucht!

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