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First Lady besucht Kinderrepublik

Anlässlich des Staatsbesuchs von Bundespräsident Gauck in Kolumbien besuchte Deutschlands First Lady, Daniela Schadt, die »Kinderrepublik Benposta«, ein Partnerprojekt von terre des hommes.

Benposta unterstützt seit mehr als zehn Jahren Kinder, die Gefahr laufen, von bewaffneten Gruppen rekrutiert zu werden. Diese Kinder sind häufig aus Familien, in denen Gewalt zum Alltag gehört. Viele von ihnen versprechen sich in einer bewaffneten Gruppe eine bessere Zukunft. Doch welche Gefahren als Kindersoldaten bei der Guerilla oder den Paramilitärs auf sie lauern, können sie noch nicht erfassen. Genau hier setzt der Projektpartner Benposta an und identifiziert Kinder, die für die Werbung von bewaffneten Gruppen empfänglich sind. Benposta unterhält Schutzzentren, in denen Kinder betreut und Workshops abgehalten werden. Außerdem erhalten die Kinder psychosoziale Unterstützung und werden gesundheitlich versorgt. Bei juristischen Angelegenheiten werden sie beraten.

Hoher Besuch in der Kinderrepublik
Daniela Schadt wurde vom Jugendbürgermeister von Benposta begrüßt, der ihr erklärte, wie die Kinder sich an der Gemeinschaftsarbeit im Projekt beteiligen  und welche Aktivitäten durchgeführt werden. Die First Lady besichtige mehrere in den Bergen vor Bogotá gelegene Zentren mit den Schulen und Lehrwerkstätten und sprach mit mehreren Jugendlichen über ihr Schicksal.

William León, terre des hommes-Länderkoordinator für Kolumbien, nahm ebenfalls am Treffen teil. Er unterstrich die Bedeutung des Besuches zu einem wichtigen Zeitpunkt angesichts der derzeit laufenden Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla FARC. León wies darauf hin, dass die Kinder, die Opfer des Krieges geworden sind, in der Nachkonfliktphase nicht erneut zu Opfern werden dürfen. Man müsse sich ihrer Bedürfnisse und Rechte auch weiterhin annehmen.

Fußbälle zum Abschied
Daniela Schadt drückte ihre Anerkennung für die Arbeit der sozialen Organisationen aus und forderte dazu auf, weitere Anstrengungen zu unternehmen und Initiativen zu ergreifen, die den kolumbianischen Kindern ermöglichen, mehr Plätze und mehr Gelegenheiten für Spiel und Freude zu bekommen. Die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck wurde unter dem rhythmischen Klang von trommelnden Kindern verabschiedet. Als Abschiedsgeschenk verteilte sie Bälle und wies darauf hin, dass auch das Fußballspiel ein Weg sein kann, zu lernen und Frieden zu schaffen.

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