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Tradition und Moderne auf Augenhöhe

Die Kinder im Andendorf strahlen beim gemeinsamen Schulessen. Traditionell wird in den ländlichen Gebieten zusammen gegessen. Jeder bringt etwas mit. Es gibt Kartoffeln, Mais, dicke Bohnen, selbst gebackenes Brot und vieles mehr. Seit das Konzept Iskay Yachay – »Zwei Wissen« – hier eingeführt wurde, lernen die Kinder neben dem üblichen Unterrichtsstoff auch viel über ihre Quechua-Kultur.

Lokales Wissen in den Schulalltag integrieren

Dafür sorgt mit Unterstützung von terre des hommes das Netzwerk Pratec mit 30 ländlichen Schulen in sechs Hochlanddepartments in Peru. Die von der Pratec-Mitgliedsorgansation CEPROSI in Peru produzierten Schulbücher vermitteln sowohl indigenes Wissen und Traditionen auf Spanisch als auch Mathematik in Quechua-Sprache. Außerdem hängt neben der Tafel ein Bauernkalender, der die Kinder über wichtige landwirtschaftliche Tätigkeiten und klimatische Ereignisse sowie Dorffeste und Rituale im Jahreszyklus aufklärt. Der Kalender ist mit der Gemeinde und dem Lehrplan abgestimmt, so dass die Kinder nicht mehr die Schule schwänzen müssen, wenn sie ihren Eltern auf dem Feld helfen.

Generationenübergreifendes Lernen
Eine weitere Besonderheit des interkulturellen Unterrichts ist, dass das Wissen über Landwirtschaft, verschiedene Handwerke oder Rituale nicht nur von den Lehrern, sondern auch von älteren Menschen der Gemeinde unterrichtet wird, die auf diese Weise eine stärkere Bindung zu den Kindern aufbauen. So kommt es auch, dass die Schule bei den Älteren an Ansehen gewonnen hat. Die Kinder tragen ihre traditionelle Kleidung wieder mit Stolz. Im Dorf sprechen sie ihre Muttersprache, wodurch sich die Beziehung zwischen Jung und Alt verbessert hat. Eine ältere Frau erzählt strahlend: »Die Kinder grüßen mich wieder.«

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