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Forderungen und Ziele

Forderungen der Aktion Rote Hand
terre des hommes fordert gemeinsam mit dem Deutschen Bündnis Kindersoldaten:

Wir fordern:         Die Forderungen zum download (pdf)

1. „straight 18“

Kinder unter 18 Jahren dürfen weder freiwillig noch zwangsweise rekrutiert oder als Soldaten eingesetzt werden. Dies gilt unabhängig von der Funktion und davon, ob sie eine Waffe tragen. Alle Mädchen und Jungen unter 18 Jahren müssen aus Armeen und bewaffneten Gruppen entlassen werden. Auch dürfen unter 18-Jährige prinzipiell nicht für Armeen oder bewaffnete Gruppen geworben werden. Dies gilt auch für die Bundeswehr, die weiter 17-Jährige rekrutiert und bei Schülern wirbt.

2. Bestrafung der Verantwortlichen
Personen, Staaten und bewaffnete Gruppen, die Kinder rekrutieren und als Soldaten einsetzen, müssen öffentlich benannt und bestraft werden.

3. Versorgung, Schutz und Hilfe für geflohene Kindersoldaten
Medizinische und psychologische Versorgung, Schutz vor erneuter Rekrutierung, sowie schulische und berufliche Bildung sind für alle ehemaligen Kindersoldaten lebenswichtig - gerade auch wenn sie als Flüchtlinge in andere Länder kommen.

4. Gewährung von politischem Asyl
Ehemaligen Kindersoldaten muss in allen Ländern, in die sie geflohen sind, Schutz und politisches Asyl gewährt werden - auch in Deutschland und anderen Industrieländern.

5. Stopp von (deutschen) Waffenexporten
Es dürfen keine Waffen (besonders Kleinwaffen), Einzelteile oder Munition in Krisenregionen exportiert werden, in denen es Kindersoldaten gibt. Dies gilt besonders für Deutschland, den weltweit drittgrößten Waffenexporteur.

6. Mehr Geld für Kindersoldaten-Hilfsprogramme
Die staatlichen und internationalen Mittel für Präventions- und Reintegrationsprogramme für Kindersoldaten müssen deutlich erhöht werden. In vielen Ländern mit Kindersoldaten gibt es keinerlei Mittel für solche Programme.

Forderungen an Deutschland

1. Stopp der Rekrutierung 17-jähriger Minderjähriger in die Bundeswehr, Erhöhung des Mindestalters für Rekrutierung auf 18 Jahre.

2. Stopp von Werbung der Bundeswehr, die sich gezielt an Minderjährige richtet: an Schulen, in Jugendmedien, auf Jugendseiten im Internet, bei Sport-, Abenteuer- und Musikveranstaltungen für Minderjährige, etc.

3. Friedenserziehung verbindlich in den Lehrplänen und in der Lehrerfortbildung verankern

4. Gewährung von politischem Asyl und Unterstützung für geflüchtete Kindersoldaten oder Minderjährige, die vor einer Rekrutierung geflohen sind. Ein sicherer Aufenthaltsstatus, medizinische und psychologische Versorgung sowie schulische und berufliche Bildung sind für sie lebenswichtig. Hier gibt es in Deutschland große Probleme.

5. Stopp deutscher Rüstungsexporte (bes. Kleinwaffen), insbes. in Krisengebiete, in denen Kindersoldateneingesetzt werden. Deutschland ist hier als weltweit drittgrößter Waffenexporteur besonders in der Pflicht.

6. Mehr Geld für Kindersoldaten-Hilfsprogramme: Die staatlichen Mittel für Präventions- und Reintegrationsprogramme für Kindersoldaten in Krisenregionen müssen deutlich erhöht werden.

Weltweiter Einsatz gegen die Rekrutierung von Kindern

In Deutschland koordiniert terre des hommes gemeinsam mit der Kindernothilfe das Deutsche Bündnis Kindersoldaten. Weltweit setzt sich terre des hommes in Netzwerken wie der Watchlist on Children and Armed Conflict und mit Partnern wie dem Human Rights Education Institute of Burma oder Child Soldiers International gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten ein.

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