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Pray the Devil Back to Hell

Abigail E. Disney/ Gini Reticker
DOGWOOF - Pray the Devil Back to Hell (DVD)
Fork-Film, 90 Minuten, 15 Euro (über den Versandhandel erhältlich)
FSK: Keine Altersbegrenzung

Aktueller Hinweis: Der Film ist nun auch unter dem Titel Zur Hölle mit dem Teufelin deutscher Version zu erwerben. Weitere Informationen finden Sie hier .

Die Freude über den Friedensnobelpreis 2011 war groß. Außer einer jemenitischen Aktivistin und der Staatspräsidentin von Liberia hat auch Leymah Gbowee aus Liberia den Friedensnobelpreis gewonnen. Mit Staunen vernahm man, dass sie an der Spitze der Frauenbewegung von Monrovia dafür gesorgt hat, dass Charles Taylor 2003 gehen musste. Wie eine Bewegung mit friedlichen Mitteln sich gegen einen der schrecklichsten Diktatoren Afrikas zur Wehr setzen und den Frieden erreichen konnte, das zeigt uns der Dokumentarfilm Pray the Devil Back to Hell

Man sieht einen Politkrimi, erträgt die Spannung nur, weil man das gute Ende kennt. Beeindruckend kümmern sich die Frauen nach Durchsetzung ihrer Forderungen um die Demobilisierung der Soldaten, insbesondere der Kinder und Jugendlichen in der Armee Taylors und ihre Reintegration in die Gesellschaft. Versöhnung ist die Botschaft, die heilt.

Strafe für Taylor
Im Jahre 2003 aus dem Amt verhandelt, wurde Charles Taylor schließlich doch festgenommen und an den Strafgerichtshof in Den Haag überführt. 2011 wurde die Beweisaufnahme gegen ihn abgeschlossen. In der Dokumentation hat er einen erschreckenden Auftritt, als Leymah Gbowee ihm die Forderungen der Frauen übergibt. Taylor hat bis heute alle Verbrechen (Verstümmelungen, sexuelle Gewalt, Einsatz von Kindersoldaten, Terrorisierung der Zivilbevölkerung, Plünderungen, Angriffe auf UN-Mitarbeiter) geleugnet.

Wenn der Film zu Ende ist, atmet man tief durch und ist zutiefst dankbar, dass es Frauen wie Leymah Gbowee gibt und Momente, in denen sie Erfolg haben wider alle Wahrscheinlichkeit. Man hätte sich den Film im Fernsehen gewünscht anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreis an die beiden Frauen aus Liberia.

Der Film dauert 90 Minuten, er ist in der englischen Fassung leicht verständlich.

Rezension: Monika Huber

Weitere Informationen:
Kino-Trailer zum Film auf Youtube

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