Zum Inhalt springen

Familiennachzug: Terre des Hommes im Bundestag

Mitte 2025 setzte die Bundesregierung den Familiennachzug für Menschen mit subsidiärem Schutzstatus aus. Hinter dieser politischen Entscheidung stehen reale Schicksale. Um den Abgeordneten des Deutschen Bundestages die Folgen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete vor Augen zu führen, war Terre des Hommes gemeinsam mit jungen Geflüchteten und seinen Partnerorganisationen BBZ und dem International Refugee Assistance Project im Bundestag und sprach mit Abgeordneten der SPD-Fraktion.

Gravierende Konsequenzen

Die Aussetzung hat gravierende Konsequenzen. Selbst Familien, die sich seit Langem im Verfahren zum Familiennachzug befinden, bleiben über Jahre hinweg getrennt. Kinder vermissen ihre Eltern und Geschwister, leben in ständiger Sorge um ihre Angehörigen und finden kaum Stabilität. Zwar versprach die Regierungskoalition, zumindest Härtefälle in einem transparenten Verfahren zu berücksichtigen. Doch bis Dezember 2025 wurden lediglich zwei Härtefallanträgen stattgegeben.

Integration gelingt nicht im luftleeren Raum – sie braucht Sicherheit, Bindung und familiären Halt. Terre des Hommes fordert daher, die Aussetzung umgehend zu beenden und den Familiennachzug wieder zu ermöglichen. Familien gehören zusammen. Die Stimmen der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie der Beratenden müssen gehört und in politische Entscheidungen einbezogen werden.

Ihre Ansprechpartnerin

Annika Schlingheider

Referentin Flucht und Migration