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Hilfe für Kinder in Palästina

In den palästinensischen Gebieten war das Leben schon vor 2023 von Unsicherheit und Gewalt geprägt. Seit den Hamas-Angriffen und dem andauernden Krieg hat sich die Lage jedoch massiv verschärft: Fast alle Bewohner*innen Gazas haben Angehörige verloren, aber auch im Westjordanland und in Ostjerusalem leiden Familien unter Angst vor Vertreibung, Hunger und Bombardierungen. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort leisten wir humanitäre Soforthilfe, unterstützen aber auch nachhaltige Projekte.

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Projekte

Palästina: Kinderrechte unter Besatzung, Gewalt und Krieg

Palästinensische Kinder wachsen in sehr unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Lebensrealitäten auf: im Westjordanland und in Ostjerusalem unter langjähriger Besatzung und zunehmender Gewalt, im Gazastreifen unter den Folgen des Krieges, anhaltender Bombardierungen, massiver Zerstörung, Vertreibung und einer anhaltenden humanitären Krise. Für Kinder bedeutet das den Verlust von Wohnraum, Bildung und Gesundheitsversorgung sowie schwere psychosoziale Belastungen.

Westjordanland und Ostjerusalem: Besatzung und zunehmende Gewalt

Siedlungsausbau, Siedler*innengewalt, Hauszerstörungen und extreme Bewegungseinschränkungen prägen den Alltag palästinensischer Familien. Seit Jahresbeginn wurden rund 4.300 Palästinenser*innen vertrieben, darunter mehr als 1.000 Kinder. Allein zwischen Januar und August 2026 wurden mehr als 1.600 Angriffe israelischer Siedler*innen mit Verletzten und/oder Sachschäden dokumentiert. Kinderrechte werden eingeschränkt, lange bevor ein Kind selbst Opfer von Gewalt wird: Der Verlust des Zuhauses und ständige Unsicherheit nehmen Kindern Schutz und Stabilität.

Gaza: Zerstörung, Tod und Genozid

Seit Oktober 2023 ist der Gazastreifen Schauplatz massiver Gewalt, großflächiger Zerstörung und wiederholter Vertreibung – in einer bereits zuvor von langjähriger Besatzung, Blockade und tiefgreifenden Einschränkungen des Alltags geprägten Realität. Am 7. Oktober 2023 tötete die Hamas und weitere bewaffnete palästinensische Gruppen in Israel Zivilist*innen und andere Menschen und nahmen Geiseln. Die darauffolgenden israelischen Militäroperationen haben zu einer tiefgreifenden humanitären Krise geführt. Mehr als 74.000 Palästinenser*innen wurden getötet. UNICEF berichtet von mindestens 21.700 getöteten und rund 45.000 verletzten Kindern. Mehr als 11.000 von ihnen erlitten lebensverändernde Verletzungen, oft mit dauerhaften Behinderungen. Früheren UN-Analysen zufolge liegen rund 61 Mio. Tonnen Trümmer im Gazastreifen, darunter Schulen, Krankenhäuser sowie Wasser- und Abwassersysteme. Die Folgen werden Familien noch über Jahre belasten. Kinder sind in allen Lebensbereichen betroffen. Fast alle Haushalte leiden unter Wassermangel. Rund 4.000 Kinder müssten außerhalb Palästinas medizinisch behandelt werden, doch Einschränkungen der israelischen Behörden erschweren die Ausreise. Fast neun von zehn Kindern benötigten psychosoziale Unterstützung. Die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen kam im September 2025 zu dem Schluss, dass israelische Behörden und Sicherheitskräfte Genozid an Palästinenser*innen im Gazastreifen begangen haben und weiterhin begehen.

Kinderrechte

Die Situation für Kinder im Westjordanland, in Ostjerusalem und Gaza ist katastrophal. Die Folgen von Besatzung, Vertreibung und Krieg reichen weit über unmittelbare Verletzungen und Todesfälle hinaus. Kinder verlieren vertraute Orte, Angehörige und soziale Strukturen. Schutz, Gesundheitsversorgung, Bildung, psychosoziale Unterstützung sowie Wasser, Nahrung und Wohnraum sind massiv eingeschränkt. Wo diese Grundlagen fehlen, sind Kinderrechte verletzt.

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Ihre Ansprechpartnerin

Henriette Hänsch

Regionalkoordinatorin Naher Osten/Nordafrika