Zum Inhalt springen

Eine Stimme für arbeitende Kinder

Vertreter einer Kinder- und Jugendgewerkschaft aus Peru im Bundestag

Am 24.04.2026 traf sich Johann Saathoff, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), mit den peruanischen Vertreter*innen einer Kinder- und Jugendgewerkschaft, Allen Llamoca (15) und Abel Daza (35). Auf Einladung von Terre des Hommes sprachen sie im Deutschen Bundestag über Kinderarbeit, Ausbeutung, Bildung und die Beteiligung arbeitender Kinder und Jugendlicher.

Darum ging es

Das Gespräch in Berlin machte sichtbar, wie wichtig es ist, arbeitende Kinder und Jugendliche anzuhören. Allen und Abel berichteten von ihren Erfahrungen in Peru: über Ausgrenzung, Rassismus gegenüber indigenen Gemeinschaften und über Vorurteile seitens Behörden, Teilen der Bevölkerung und Medien. Zugleich betonten sie, wie zentral Bildung für sie ist. Beide arbeiten seit ihrer Kindheit, um zum Familieneinkommen beizutragen, und setzen sich seit Jahren gegen Ausbeutung und für faire Arbeitsbedingungen ein. 

Heute engagieren sie sich als gewählte Delegierte einer lateinamerikanischen Bewegung arbeitender Kinder und Jugendlicher, die die Interessen Hunderttausender Kinder und Jugendlichen in der Region vertritt.

Gemeinsame Haltung

Das Gespräch mit Staatssekretär Saathoff war geprägt von Respekt und einem klaren gemeinsamen Ziel: ausbeuterische Kinderarbeit beenden. Einig war man sich auch darüber, dass Armut und schlechte Lebensbedingungen zentrale Ursachen dafür sind, dass Kinder – gerade in ländlichen Regionen Lateinamerikas, Afrikas und Asiens – zu lange und zu hart arbeiten und dadurch weniger Chancen auf Bildung haben. Arbeitende Kinder verdienen es, gehört zu werden, und brauchen unsere Solidarität und Unterstützung.

Die Kernforderungen von Terre des Hommes

  • Dialog mit arbeitenden Kindern stärken: Kinder und Jugendliche müssen bei internationalen Konferenzen und Regierungsgesprächen, die ihre Rechte betreffen, angemessen beteiligt werden.
  • Grundversorgung und faire Jobs sichern: Familien brauchen existenzsichernde Arbeit, starke soziale Sicherung, kostenlose Schulbildung und eine verlässliche Gesundheitsversorgung.
  • Vertreter\*innen anerkennen: Kinder und Jugendliche, die sich in eigenen Organisationen zusammenschließen, verdienen Anerkennung. Entscheidungen, die sie betreffen, müssen ihre Perspektiven einbeziehen.

Terre des Hommes arbeitet solidarisch, partnerschaftlich und partizipativ mit Organisationen vor Ort. Wir stärken Kinder und Jugendliche in ihrem Recht auf Beteiligung – damit ihre Stimmen gehört werden und sie selbstbestimmt für ihre Rechte eintreten können.