Stabiles Ertragsergebnis – trotz schwieriger Rahmenbedingungen
- Terre des Hommes erzielt 2025 ein gutes Gesamt-Spendenergebnis in Höhe von 27.653.319 Euro.
- Kofinanzierungen (staatliche Projektzuschüsse) sinken weiter auf 17.633.047 Euro (VJ: 19.453.218 Euro).
- Das Ergebnis steht im Kontext schwieriger werdender Rahmenbedingungen: insbesondere Kürzungen staatlicher Entwicklungsgelder und sinkender Gesamt-Spendenaufkommen in Deutschland.
Mehr Konflikte und Krisen in der Welt – mehr Kinder und Jugendliche, die Unterstützung dringend brauchen – und immer weniger Geld, das für die Projektarbeit zur Verfügung steht: So lässt sich das Rahmenumfeld der entwicklungspolitischen und humanitären Arbeit im Jahr 2025 zusammenfassen.
Unter anderem wurde der Etat des Bundes für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe seit 2022 um ein Drittel gekürzt. Auch das private Spendenaufkommen in Deutschland sank 2025 auf den niedrigsten Wert seit 2013 – rückläufig ist insbesondere die Tendenz bei Spenden für Projekte im Ausland (− 10 Prozent).
Vor diesem Hintergrund legt Terre des Hommes mit dem Jahresbericht für 2025 ein erneut starkes Ergebnis vor, das insbesondere auf hohen Spendeneinnahmen beruht: Das Gesamt-Spendenergebnis (inklusive Nachlässe und Drittmittel) ist mit 27.653.319 Euro gegenüber dem außergewöhnlich starken Vorjahr (2024: 30.891.222 Euro) zwar zurückgegangen, bedeutet aber dennoch das drittbeste Ergebnis der Organisationsgeschichte. Weniger hoch, aber noch auf stabilem Niveau bewegen sich die staatlichen Projektmittel aus Kofinanzierungen mit 17.633.047 Euro (2024: 19.453.218 Euro).
»Wir müssten gerade jetzt deutlich mehr tun und dafür braucht es verlässliche und ausreichende öffentliche Mittel. Kinderrechte dürfen nicht zur Verfügungsmasse kurzfristiger Haushaltspolitik werden.«
Auch dank einer guten Finanzierungsgrundlage aus den Vorjahren förderte Terre des Hommes die erneut hohe Zahl von 396 Projekten mit Kindern und Jugendlichen in 47 Ländern. Die meisten davon in Südasien (95), in Lateinamerika (93) und Afrika (80), darüber hinaus in Südostasien (57), Europa (49) sowie im Nahen Osten und Nordafrika (22). Thematische Schwerpunkte lagen insbesondere in den Bereichen Bildung und Ausbildung, in der Hilfe für Kinder auf der Flucht sowie im Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt.
»Als Organisation stemmen wir uns den Negativtrends in der Entwicklungsfinanzierung bisher erfolgreich entgegen«, betont Joshua Hofert, Vorstand Kommunikation und Vorstandssprecher von Terre des Hommes. »Aber die Realität ist: Der Bedarf wächst schneller als unsere Möglichkeiten. Heute wächst jedes fünfte Kind in Kriegs- oder Krisengebieten auf, das sind 520 Millionen Kinder weltweit. Gleichzeitig hat der im letzten Jahr tatsächlich eingetretene Kahlschlag der Entwicklungsgelder seitens der USA und anderer Geber viele humanitäre Organisationen gezwungen, ihre Hilfe zurückzufahren.«
Terre des Hommes fordert deshalb zugleich eine politische Kurskorrektur: Die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe müssen durch mehrjährige Finanzierungen abgesichert werden. Gerade in einer Zeit wachsender globaler Krisen dürfe internationale Verantwortung nicht weiter zurückgefahren werden.
»Wir müssten gerade jetzt deutlich mehr tun und dafür braucht es neben privaten Spenden verlässliche und ausreichende öffentliche Mittel. Das Wohl von Kindern darf nicht zur Verfügungsmasse kurzfristiger Haushaltspolitik werden.«
Aufwand
Diese Gliederung basiert auf den Leitlinien des DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) und den Kriterien des DZI-Spendensiegels. Dieses Gütezeichen belegt, dass eine Organisation mit den ihr anvertrauten Geldern sorgfältig und verantwortungsvoll umgeht und gewährleistet, dass die ihr zufließenden Spenden den gemeinnützigen Zweck erfüllen. Das DZI-Spendensiegel wird Terre des Hommes seit 1992 jährlich zuerkannt.