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Zeit zu spielen verändert Kinderleben

Kenia: Sichere Spielorte in Armenvierteln

Spielen, Malen, gemeinsam Kicken und einfach unbeschwerte Momente erleben: Die Organisation „Action for Children in Conflict“ (AfCIC) schafft in Armenvierteln rund um die kenianische Stadt Thika sichere Orte zum Kindsein. Hunderte Jungen und Mädchen nutzen die Möglichkeit und erlernen dabei gleichzeitig wichtige soziale Kompetenzen.

Begleitet durch Sozialarbeiter*innen finden sie nicht nur Räume zum Spielen und Kreativsein, sondern erhalten auch Unterstützung in Alltagsfragen und psychologische Begleitung. Denn die meisten Kinder kommen aus zerbrochenen Familien, erleben Gewalt und Drogenmissbrauch in ihrem Umfeld und sind selbst durch Kriminalität oder Missbrauch gefährdet. In Kinderrechtsclubs lernen sie Möglichkeiten kennen, ihre Stimme zu erheben und ihre Anliegen zu vertreten. 

So nutzt die Arbeit von AfCiC die Kraft des Spielens, um den Schutz, die Inklusion und die persönliche Entwicklung benachteiligter Kinder zu fördern. Die Organisation bezieht dabei auch lokale Behörden, Schulen und die Privatwirtschaft ein, so dass mehr sichere Räume entstehen und Unterstützungsangebote für Kinder ausgebaut werden.

Davon profitierte auch Derrick:  Regelmäßig besucht der Jugendliche den Majengo Art Hub, nutzt die Angebote wie Lesen, Kunsthandwerk und Mannschaftssport und konnte so sein Selbstvertrauen stärken. Inzwischen engagiert er sich auch selbst: Er organisiert eine Fußballmannschaft, hilft jüngeren Kindern und spricht offen mit ihnen über den Umgang mit Herausforderungen. Seine schulische Situation hat sich stabilisiert, und er verfolgt das Ziel, mit einem guten Notendurchschnitt seinen Abschluss zu machen. „Ich repariere gern Radios und möchte später gerne Elektriker werden. Damit kann ich auch meine Familie unterstützen.“