PRESSEMITTEILUNG
Schreckensherrschaft der Militärjunta muss endlich beendet werden!
Zum fünften Jahrestag des Militärputsches in Myanmar am 1. Februar
Osnabrück/Berlin, 30.01.2026 – Am 1. Februar 2021 putschte das Militär gegen die demokratisch gewählte Regierung Myanmars. Die Junta errichtete eine Schreckensherrschaft und geht seitdem gewaltsam gegen Oppositionelle und ethnische Minderheiten vor. Weitgehend unbeachtet von der deutschen und internationalen Öffentlichkeit herrscht in Myanmar seit fünf Jahren ein blutiger Bürgerkrieg.
Mindestens 50.000 Menschen wurden getötet, die Zahl der politischen Gefangenen ist auf 30.000 gestiegen, 3,5 Millionen Menschen sind allein innerhalb ihres Landes auf der Flucht. Zwar hat die Militärregierung Schätzungen zufolge nur noch bis zu 40 Prozent des Staatsgebiets unter Kontrolle, doch je schwächer ihre eigene Position wird, desto brutaler schlägt sie zurück: Allein im letzten Jahr gab es mehr als 2.100 Luftangriffe der Armee, die ohne Vorwarnung Dörfer, Schulen, Krankenstationen und Flüchtlingscamps aus der Luft bombardierte und wahllos Kinder, Frauen und ältere Menschen tötete.
Partnerorganisationen der Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes stehen in dieser Situation den Kindern und ihren Familien bei, vor allem in den Flüchtlingscamps entlang der Grenze zwischen Myanmar und Thailand. »Unsere Partner helfen den Menschen dort mit dem Nötigsten: Nahrungsmittelpakete, Medikamente, sauberes Wasser und Hygiene-Nothilfepakete. Und sie sorgen dafür, dass von den Bombenangriffen traumatisierte und verzweifelte Kinder psychosoziale Unterstützung und improvisierten Schulunterricht erhalten«, sagt Joshua Hofert, Vorstandssprecher von Terre des Hommes.
»Im Krieg leiden immer die Kinder am meisten. Besonders erschreckend ist, dass nach Angaben der Vereinten Nationen seit 2023 rund 1.500 Kinder als Soldat*innen rekrutiert und an die Front geschickt wurden. Diese perfide Kinderrechtsverletzung dürfen wir keinesfalls hinnehmen. Wichtig ist, jetzt den internationalen Druck auf die Junta zu erhöhen, das von der UN-Generalversammlung schon 2021 beschlossene Waffenembargo durchzusetzen und mit verschärften Wirtschaftssanktionen wie dem Boykott der Lieferung von Flugbenzinnoch mehr Wirkung zu erzeugen. Außerdem sollte die Bundesregierung zusätzliche Mittel für humanitäre Hilfe bereitstellen, um die Menschen in Myanmar jetzt nicht im Stich zu lassen«, so Joshua Hofert.