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PRESSE­MITTEILUNG

Kampagnenstart­ »Release Before Peace«


Vitsche e.V. und Terre des Hommes Deutschland fordern Rückkehr und Freilassung ukrainischer Kinder vor einem Friedensabkommen

Mindestens 20.651 ukrainische Kinder wurden nach Angaben der Ukraine bislang als deportiert oder gewaltsam überführt identifiziert. Viele von ihnen werden von ihren Familien getrennt, in russischen Systemen assimiliert und ideologisch indoktriniert. Auch ukrainische Zivilist*innen werden deportiert, widerrechtlich festgehalten, gefoltert oder zur Annahme russischer Pässe gezwungen. 

Vitsche e.V. und Terre des Hommes Deutschland starten die Kampagne „Release Before Peace“. Die Forderung: Die Bundesregierung und der Bundestag sollen sich dafür einsetzen, dass die Rückführung deportierter und gewaltsam überführter ukrainischer Kinder und Zivilist*innen sowie die Freilassung widerrechtlich festgehaltener Zivilpersonen vor jedem Friedensabkommen erfolgen. Rückkehr und Freilassung dürfen nicht Folge, sondern müssen Voraussetzung für Frieden sein. 

„Wenn wir glauben, die Aufgabe ukrainischer Gebiete könne den Krieg beenden, müssen wir an die Menschen denken, die dort zurückbleiben: an verschleppte, indoktrinierte und zwangsweise militarisierte Kinder und an widerrechtlich inhaftierte Zivilist*innen. Frieden darf nicht bedeuten, sie zurückzulassen“, sagt Vladyslava Vorobiova, Pressesprecherin Vitsche e.V. 

Die Kampagne knüpft an internationale Forderungen an. Die UN-Generalversammlung forderte am 24. Februar 2026 unter anderem die Freilassung widerrechtlich festgehaltener Personen, die Rückkehr deportierter und gewaltsam überführter Zivilist*innen einschließlich Kindern sowie den vollständigen Austausch der Kriegsgefangenen. 
Mit Gesprächen mit Abgeordneten, Medienarbeit, öffentlichen Veranstaltungen und einer Ausstellung möchten Vitsche e.V. und Terre des Hommes Deutschland die Forderung in den kommenden Monaten in die politische und öffentliche Debatte tragen. 

„Ein Frieden, der Menschen zurücklässt, ist kein gerechter Frieden. Kein Kind darf zur Geisel von Verhandlungen werden“, so Malgorzata Biczyk, Referentin des Ukraine-Programms bei Terre des Hommes. 

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