Unsere Geschichte
Im Dezember 1972 trafen sich nach einem Zeitungsaufruf die ersten Interessierten, um in Ludwigsburg eine eigene Terre des Hommes-Arbeitsgruppe zu gründen. Anlass war der Vietnamkrieg und der Wunsch von Karl und Rose Herrigel, kriegsversehrte Kinder in Vietnam zu unterstützen.
Die ersten Aktionen waren noch nicht spektakulär: Info-Stände in der Wilhelm- und Kirchstraße, Rosenverkauf, Stand beim Marktplatzfest und bei einem Flohmarkt, Vietnam-Film im Kulturzentrum. Immerhin wurden bei einem Weihnachtsbasar im Bärensaal auf Anhieb 4.000 DM eingenommen, mit dem ein Reha-Zentrum in Vietnam unterstützt wurde.
Neben dem Geldsammeln für Projekte in Entwicklungsländern war es der Arbeitsgruppe immer ein Anliegen, auch hier vor Ort Hilfe zu leisten. So wurden z. B. Spielnachmittage zwischen geistig behinderten und nichtbehinderten Kindern über den Verein Lebenshilfe organisiert und, nachdem in Ludwigsburg 1980 in der Friedrichstraße ein Ausländerwohnheim für asylsuchende Familien eingerichtet wurde, dort ein Spielkreis für kleine und etwas später eine Jugendgruppe mit Hausaufgabenbetreuung für die größeren Kinder eingerichtet.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Arbeit weiter. Neben der Unterstützung von Projekten rückten zunehmend die Ursachen von Armut und globale wirtschaftliche Zusammenhänge in den Mittelpunkt. Die Gruppe griff gesellschaftliche Themen auf und setzte sich mit eigenen Aktionen für Veränderungen vor Ort ein.
Auch heute gilt für uns: „Viel erreicht – viel zu tun.“ Wir möchten gemeinsam etwas bewegen, auf Missstände aufmerksam machen und uns für eine gerechtere Welt einsetzen. Dabei ist uns wichtig, dass Engagement nicht nur sinnvoll ist, sondern auch Freude macht: am gemeinsamen Planen, am persönlichen Austausch und daran, zusammen etwas auf die Beine zu stellen.