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PRESSEMITTEILUNG

Kinderrechte verteidigen - EU-Asylrechtsreform ablehnen

Vor der Abstimmung im Europäischen Parlament


Osnabrück/Berlin, 09.04.2024 – Vor der Abstimmung des Europäischen Parlaments am kommenden Mittwoch über die Reformpläne zum EU-Asylrecht warnt die Kinderrechtsorganisation terre des hommes vor den erwartbaren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche auf der Flucht. terre des hommes appelliert an alle Mitglieder des Europäischen Parlamentes, die Reform und die darin vorgesehenen Kinderrechtsverletzungen nicht mitzutragen.
 

Aus kinderrechtlicher Sicht sind vor allem die Einführung von Grenzverfahren auch für Kinder jeden Alters, die Ausweitung des Konzepts der sicheren Drittstaaten sowie die Absenkung von Verfahrensgarantien problematisch. »Sollte die Reform wie zu erwarten beschlossen werden, so bedeutet dies künftig für zahlreiche Kinder und Jugendliche auf der Flucht die Inhaftierung hinter Stacheldraht und Lagermauern und die Gefahr von Rückführungen in Länder, in denen sie nicht sicher sind«, sagt Joshua Hofert, Vorstandssprecher von terre des hommes. »Insbesondere die Inhaftierung zur Migrationskontrolle widerspricht der UN-Kinderrechtskonvention und fügt Kindern nachweislich körperliche und psychische Schäden zu. Berichte unserer Projektpartner*innen an den europäischen Außengrenzen belegen das bereits heute, und es ist zu befürchten, dass sich diese Praxis ausweiten wird«.


terre des hommes sieht in der EU-Asylrechtsreform eine Absage an die zahlreichen Kinder und Jugendlichen, die in Europa Schutz suchen.  »Ihre Rechte werden in der Europäischen Union künftig weiter ignoriert«, so Joshua Hofert. »Vor der Europawahl im Juni dieses Jahres senden die EU-Institutionen damit genau das falsche Zeichen: Statt einem Europa der Abschottung fordern wir von den Abgeordneten des Europäischen Parlaments den Mut, wieder für ein Europa der Menschen- und Kinderrechte einzutreten«.

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Kontakt: Teresa Wilmes, Tel. 030 246 495 90, E-Mail: t.wilmes@tdh.de 


Mehr dazu finden Sie in unserer Studie „Vor Mauern und hinter Gittern“: