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Aktion in Ganderkesee

Zum neunten Mal fand in diesem Jahr in Ganderkesee die Aktion "Straßenkind für einen Tag" statt. 22 Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs der Oberschule Ganderkesee und 8 Konfirmandinnen waren mit ihren Bauchläden in Ganderkesee unterwegs. Bei Dauerregen und kaltem Wind war es auf der Straße nicht gerade gemütlich, und Passanten wollten sich bei diesem Wetter auch nicht gerne aufhalten lassen. Zum Glück waren die Ganderkeseer Einkaufsmärkte offen für die "Straßenkinder". In ihren Eingangsbereichen ließen sich die Menschen ansprechen und spendeten für Straßenkinder in Kambodscha. Dafür gab es selbst hergestellte Kleinigkeiten aus den Bauchläden: weihnachtliche Basteleien, Kekse und kleine Amerikaner - ein Renner am zweiten Aktionstag. Geduldige Spender ließen sich gern über die Ziele der Aktion informieren, eilige nahmen den Info-Material mit.

Die Oberschülerinnen und -schüler waren im Religionsunterricht auf die Aktion vorbereitet worden, unterstützt von der terre des hommes- AG Ganderkesee/Delmenhorst. Auch die Konfirmandinnen der Evangelischen Gemeinde Ganderkesee hatten sich vorher an zwei Nachmittagen über das Leben von Straßenkindern informiert und zusammen mit der AG ihre Aktion geplant. Viele der beteiligten Kinder und Jugendlichen hatten vorher nur wenig über die Lebenssituation ihrer Altersgenossen in fernen Ländern gewusst. Der Blick über den Tellerrand des eigenen Alltagslebens forderte zum solidarischen Handeln heraus. Die Motivation der Ganderkeseer "Straßenkinder" war jedenfalls gut: trotz des ungemütlichen Novemberwetter waren sie länger als geplant im Einsatz. An den beiden Aktionstagen sammelten sie insgesamt rund 700 EU für das Projekt "Krousar Thmey" in Kambodscha.

Kommentare von Ganderkeseer "Straßenkindern" zur Aktion:

"Wir wollen, dass die Kinder in Kambodscha nicht auf der Straße leben müssen, dass sie eine Familie haben und so wie wir auch zur Schule gehen können". (Karim, 10 Jahre)

"Die meisten Menschen, die wir angesprochen haben, haben auch Geld gespendet. Nur ein paar haben nichts gegeben. Viele wollten auch mehr über das Projekt wissen und spendeten dann". (Mirco, 10 Jahre)

"Ich finde es sehr schön, wie viele Leute spenden. Von ein bis zehn Euro ist alles dabei. Es macht mir auch Spaß, obwohl es regnet. Die Kekse, die wir verkaufen, haben wir in unserer Freizeit gebacken". (Lena, 13 Jahre)

"Zum Teil sehe ich schon Ähnlichkeiten mit den richtigen Straßenkindern. Im 'normalen Leben' würde ich fremde Menschen niemals ansprechen und nach Geld fragen. Wir machen das Beste daraus bei dem Regenwetter". (Lea, 14 Jahre)

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