Sie sind hier:

Corona-Hilfe in Afghanistan

Auch in Afghanistan leiden immer mehr Menschen unter dem Corona-Virus. Besonders gefährdet ist die Provinz Herat, dorthin sind in den letzten Monaten schätzungsweise mehr als 60.000 afghanische Flüchtlinge und Arbeitsmigranten aus dem Iran zurückgekehrt, einem der weltweit am stärksten betroffenen Länder. Genaue Angaben über die Anzahl der Erkrankten gibt es nicht, denn die Rückkehrerinnen und Rückkehrer wurden an der Grenze nicht getestet.

»Die Menschen leben in Flüchtlingscamps und den Armenvierteln der kleinen Städte Herats, in drangvoller Enge, häufig ohne Wasseranschlüsse und Strom«, sagte Pater Stan, der für die terre des hommes-Partnerorganisation Jesuit Refugee Service (JRF) arbeitet. »Seit das Corona-Virus Afghanistan erreicht hat, sind die Schulen geschlossen und Versammlungen verboten. Doch wirklichen Schutz kann die Regierung den Menschen kaum bieten.«

In dem kriegsgeplagten Afghanistan ist das Gesundheitssystem marode, es gibt viel zu wenig Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen. Deshalb sorgt terre des hommes gemeinsam mit dem JRS und der Partnerorganisation Women Activities and Social Services (WASSA) dafür, dass Familien informiert werden und Hygiene-Sets erhalten, um sich vor Ansteckung zu schützen. 3.400 Sets wurden bereits verteilt, sie enthalten Maske, Handschuhe, Seife und eine Aufklärungsbroschüre. Außerdem gehen Mitarbeiter der Organisationen mit Lautsprechern durch die Dörfer und Stadtteile und klären die Menschen über das Virus und die notwendigen Maßnahmen auf. Die Frauenorganisation kümmert sich dabei vor allem um die Frauen, die mit ihren Kindern auf sich allein gestellt sind. Unterstützt werden sie von 3.500 Jugendlichen, die zu Multiplikatoren ausgebildet wurden und ihr Wissen nun weitergeben. »Die Jugendlichen helfen uns«, berichtet Pater Stan vom JRS. »Sie erklären den Leuten, dass wir alle Abstand halten und uns die Hände mit Seife waschen, eine Maske tragen und nicht aus ihren Häusern gehen sollen.« JRS und WASSA haben mit ihren Hilfsmaßnahmen bereits mehr als 50 Dörfer erreicht.

Wir helfen Kindern und ihren Familien auch in dieser schweren Zeit - Helfen Sie mit Ihrer Spende!

24.4.20

Zum Seitenanfang

Bleiben Sie doch noch einen Moment –
und abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!

Bleiben Sie informiert.
Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!