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Corona in Mexiko: Hilfe für Obdachlose

In Mexiko-Stadt leben Tausende Kinder auf der Straße; manche mit ihren Familien, manche allein. Vor der Pandemie war das Überleben schwer genug. Mit Corona ist es zu einem täglichen Kampf geworden.

Seit Jahrzehnten begleitet die terre des hommes-Partnerorganisation El Caracol junge Menschen dabei, ein Leben jenseits der Straße aufzubauen, und sensibilisiert die Behörden für die Situation obdachloser Menschen. Deren Zahl ist gestiegen, seit Covid-19 Mexiko fest im Griff hat, denn viele haben mit ihrer Arbeit auch ihr Zuhause verloren. Damit obdachlose Familien in dieser Extremsituation dennoch ausreichend Schutz, Lebensmittel und Zugang zu Bildung erhalten, ist El Caracol unermüdlich mit Kleinbussen und Zelten in Mexikos Hauptstadt unterwegs.

Schutz: Auf der Straße können sich Kinder und Eltern kaum schützen – nicht vor einer Infektion mit Covid-19 und nicht vor Gewalt. Deshalb

  • verteilt das Team u. a. Seife, Desinfektionsmittel und Masken und errichtet Handwaschstationen.
  • informiert El Caracol Obdachlose darüber, wie sie sich vor einer Corona-Infektion schützen können. Das ist wichtig, denn es sind viele Falschinformationen im Umlauf.
  • unterstützt die Organisation die Eltern dabei, Wohnung und Arbeit zu finden. Im Notfall übernimmt sie Mietzahlungen, damit die Familien nicht wieder auf der Straße landen.
  • begleiten Sozialarbeiter*innen die Familien, um Konflikte gewaltfrei zu lösen.
  • leistet El Caracol Opfern von Polizeigewalt juristische Hilfe. Immer wieder werden Obdachlose von Polizist*innen drangsaliert. Derzeit verstärkt, wenn sie trotz Lockdown noch auf der Straße sind. Dabei bleibt ihnen keine Wahl: Die Notunterkünfte sind hoffnungslos überfüllt.

Gesundheit: Viele Straßenkinder sind unterernährt, krank und traumatisiert. Arbeitslosigkeit und Hunger als Folgen der Corona-Pandemie haben die Situation weiter verschärft. Auch die Diskriminierung Obdachloser verschärft sich, nachdem Gerüchte sie zu Pandemietreibern stempelten. El Caracol setzt sich für die körperliche und mentale Gesundheit der Kinder und ihrer Familien ein:

  • Regelmäßig untersuchen Mitarbeiter*innen Kinder und Jugendliche. Sie verteilen Lebensmittel, um Mangelerscheinungen vorzubeugen bzw. zu beheben, und sorgen dafür, dass sie ärztlich behandelt werden.
  • El Caracol hat Krankenhausmitarbeiter*innen über Situation und Rechte Obdachloser aufgeklärt.
  • Sozialarbeiter*innen bieten psychologische Hilfe und vermitteln bei Bedarf Kinder und Eltern in Therapien.

Bildung: Die Rückkehr in die Schulen wird für Kinder aus obdachlosen Familien hart, weil Homeschooling für sie unmöglich ist. Deshalb bietet El Caracol in einer mobilen Schule obdachlosen Jungen und Mädchen einen geschützten Raum, in dem sie lernen, spielen und kreativ sein können.

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