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Bundeswehr: Weiterhin Rekrutierung von Minderjährigen

Für den Dienst bei der Bundeswehr wurden auch im vergangenen Jahr wieder Minderjährige rekrutiert. Zwar war die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig, doch hat sich an der generellen Praxis nichts geändert: Im vergangenen Jahr wurden 1679 minderjährige Soldatinnen und Soldaten für den Dienst rekrutiert, in 2017 waren es 2128 Jugendliche. In Vorjahren war die Zahl stark angestiegen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion »Die Linke« hervor.

Diese Praxis verstößt trotz geringerer Rekrutierungszahlen nach wie vor eklatant gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Deutschland gehört zu den Mitunterzeichnern der Konvention, die die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren generell verbietet. Es ist ein nicht hinzunehmender Widerspruch, wenn sich die Bundesrepublik zur Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet, gleichzeitig mit der Rekrutierungspraxis gegen Geist und Inhalt des Dokuments verstößt.

Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes und die Kinderkommission des Deutschen Bundestages haben der Bundesregierung mehrfach empfohlen, das Eintrittsalter in die Bundeswehr auf 18 Jahre anzuheben und zudem jede Militärwerbung bei Kindern und Jugendlichen zu verbieten.

In zahlreichen Ländern der Welt werden Kinder als Soldaten missbraucht. Gegen diese Praxis engagieren wir uns seit vielen Jahren. Die Kritik an diesen Ländern ist jedoch nicht sonderlich glaubwürdig, wenn Deutschland selbst unter 18-Jährige rekrutiert. terre des hommes fordert deshalb, die gängige Praxis sofort und ohne Einschränkungen zu beendet. Minderjährige haben bei der Bundeswehr nichts zu suchen!

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