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Wir unterstützen Kinder in Mali

Das Bildungsniveau im Sahelland Mali ist sehr niedrig, die allgemeine Alphabetisierungsrate liegt lediglich bei rund 30 Prozent. Der Zugang zu Grundbildung hat sich für die Kinder in den letzten Jahren zwar verbessert, dennoch verlassen viele Jungen und besonders Mädchen schon nach wenigen Jahren die Schule, um zu arbeiten und dadurch zum kargen Familieneinkommen beizutragen.

Zwar steigt die Einschulungsrate, doch die Qualität der Schulbildung ist mangelhaft, so dass vielen der Unterricht als nutzlos erscheint. Nicht einmal 20 Prozent aller Kinder schließen erfolgreich eine weiterführende Schule ab. Ein großes Problem sind die fehlenden alternativen Berufsperspektiven für Jugendliche, insbesondere in ländlichen Gebieten. Schlecht qualifiziert wandern viele in die Städte ab oder versuchen, sich in die Nachbarländer, zunehmend auch nach Europa, durchzuschlagen. Babys und ihre Mütter leiden ferner unter der teilweise äußerst kritischen Ernährungslage. Knapp 20 Prozent aller Kleinkinder sterben an direkten oder indirekten Folgen von Fehl- oder Mangelernährung. Wiederkehrende Dürren, aber auch übermäßig starke Regenfälle und Überschwemmungen verhindern zudem, dass die Menschen ihre Vorräte durch gute Ernten wieder aufstocken können.

Ihre Ansprechpartnerin

Claudia Berker
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-166
c.berker@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Für ein gesundes Umfeld und den Schutz der Kinder

terre des hommes fördert und begleitet Partnerorganisationen in Mali schwerpunktmäßig im Kampf gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit sowie bei der Sicherung einer gesunden Ernährung insbesondere für Frauen und Kinder. Weitere Bereiche, in denen terre des hommes Unterstützung leistet, sind die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und der Ausbau von Möglichkeiten der beruflichen Bildung, insbesondere von Mädchen.

In den vergangenen Jahren ist es mit Hilfe unserer Bildungsprogramme beispielsweise gelungen, mehrere Hundert Mädchen, die als Hausmädchen in Malis Hauptstadt Bamako arbeiten, darin zu stärken, ihre Rechte gegenüber ihren Arbeitgebern einzufordern. Ein Großteil von ihnen arbeitet nun unter besseren Bedingungen und erhält einen höheren und regelmäßigen Lohn. In den Herkunftsdörfern haben rund 250 Mütter und ihre Töchter die Chance bekommen, durch Sparprogramme, Kleingewerbe und den Anbau von Gemüse ein eigenes kleines Einkommen zu erwirtschaften. Die Zahl der Mädchen, die in die Stadt abwandern, hat sich mittlerweile halbiert.

Ausblick

Der Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit wird ein Schwerpunkt der Arbeit bleiben. Es gilt, dem Kontext angepasste Maßnahmen zu fördern, die etwa Arbeitsmigration sicherer machen oder echte Alternativen zur vermeintlich attraktiveren Arbeit zum Beispiel in Goldminen anzubieten. Bei der Verbesserung der Ernährungssituation sind Anpassung an Klima- und Umweltveränderungen beispielsweise bei der Art des Anbaus und Auswahl der Feldfrüchte notwendige Vorbeugungsmaßnahmen. In allen Projekten wird Wert auf die Stärkung der Kinder und Jugendlichen selbst gelegt, die mit ihren Rechten vertraut gemacht und darin bestärkt werden, diese auch einzufordern.


Projektbeispiele

Endstation Großstadt

Viele junge Mädchen verlassen ihre Dörfer, um in Malis Großstädten eine Anstellung als Hausmädchen zu finden. Weil sie ihre Rechte nicht kennen, werden viele von ihnen ausgebeutet. mehr

Ein besseres Leben für ihre Kinder

Im Süden Malis wächst jedes zweite Kind in Armut auf. Viele von ihnen sind unterernährt und gehen nur kurz zur Schule. Um die Rechte dieser Kinder zu stärken, brauchen ihre Mütter mehr Mitsprache, mehr Wissen und bessere Verdienstmöglichkeiten. mehr

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