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Starke Mütter, starke Kinder

Ausgangssituation

Im Süden Malis leben 60 Prozent der Menschen in Armut. Die meisten sind Kleinbauern, dennoch reicht die Ernte häufig nicht aus, um satt zu werden. Jedes fünfte Kind bricht die Schule ab, weil die Eltern das Schulgeld nicht zahlen können oder den Wert der Bildung nicht zu schätzen wissen. Mütter können ihre Rolle als Erziehungsberechtigte oftmals nicht ausfüllen: Sie haben selbst keine Schule besucht und früh geheiratet.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Seit 1989 kümmert sich ADAC (Association pour le Développement et l'Appui aux Communautés) um Frauengruppen in den Gemeinden um Sikasso, Koulikoro und Bamako. Die Mitarbeiter helfen Frauen, finanziell unabhängiger zu werden, unterrichten sie im Lesen und Schreiben und fördern nachhaltige Landwirtschaft. terre des hommes unterstützt ADAC seit 2012 dabei, die Rechte der Kinder auf Ernährung und Bildung zu verbessern, indem ihre Mütter gestärkt werden.

Maßnahmen und Wirkungen

ADAC arbeitet mit den Frauen aus drei Dorfgruppen und hilft ihnen, ihr Einkommen zu verbessern. Der Verein verteilt Saatgut und Dünger, schult nachhaltige Anbaumethoden, baut Lagerräume und vergibt Kredite für kleine Investitionen. So begleitet ADAC eine Kooperative aus über 90 Frauen, die Sheabutter produziert und vertreibt. Auch die Schulen in den Gemeinden werden unterstützt. Um die Qualität des Unterrichts zu verbessern, werden Lehr- und Schulpersonal fortgebildet. ADAC gründet außerdem Schulclubs, damit die Kinder ihre Themen und Belange besser einbringen können. Die ersten Erfolge sind bereits sichtbar: Seit 2013 werden drei Prozent mehr Kinder eingeschult und die Anzahl der Schulabbrecher hat sich mehr als halbiert. Die Frauen konnten ihre Einkünfte steigern und mehr Schulgeld zahlen. Die meisten Familien haben mittlerweile ausreichend Essen auf dem Tisch.

Herausforderungen und Planung

terre des Hommes unterstützt ADAC dabei, die Rechte der Kinder weiter in den Fokus zu rücken. Über Kampagnen, Medienberichte und Diskussionsveranstaltungen werden Eltern, Dorfälteste, Politiker, Schulen und Schulbehörden sowie die Schüler selbst informiert und miteinander ins Gespräch gebracht.

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