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Gegen Angst und böse Träume: Hilfe für Kinder im Irak

Die Bevölkerung im Irak hat über Jahrzehnte ein unvorstellbares Ausmaß an Gewalt erlebt. Fast zwei Millionen Binnenvertriebene und rund vier Millionen Menschen, die in ihre vom Krieg zerstörte Heimat zurückgekehrt sind, leiden unter extrem schlechten Lebensbedingungen: Die Arbeitslosigkeit ist hoch, und es gibt kaum Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Viele sind traumatisiert

Viele Menschen im Irak sind schwer traumatisiert, auch zahlreiche Kinder. terre des hommes unterstützt zum einen die Arbeit mit Jugendlichen, die aufgrund ihrer Nähe zum IS im Gefängnis von Erbil einsitzen.

Zum anderen kümmert sich terre des hommes mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in den vom Krieg besonders betroffenen Gouvernements Anbar und Kirkuk und in der Stadt Mosul um Mädchen und Jungen, die aus verschiedenen Gründen dringed Hilfe brauchen: Oft lassen die Bilder des Krieges sie nicht zur Ruhe kommen. Manche leiden stark unter Alpträumen und Angstzuständen. Andere isolieren sich und ziehen sich stumm in ihre eigene Welt zurück - es gibt Kinder, die ihre Sprache gänzlich verloren haben.

Aber nicht nur die Vergangenheit, auch die Gegenwart macht vielen Kindern schwer zu schaffen: Zahlreiche Mädchen und Jungen gehen nicht zur Schule und werden zur Arbeit oder in eine Frühehe gezwungen. Andere leiden unter häuslicher Gewalt, werden von bewaffneten Gruppen als Kindersoldaten rekrutiert oder aufgrund ihrer Körperbehinderung diskriminiert. Einige Kinder kommen aus Familien, die mit dem IS zusammengearbeitet haben oder verdächtigt werden, ihn zu unterstützen.

Ein Weg zurück ins Leben

Psychologinnen, Physiotherapeuten und Sozialarbeiterinnen stehen diesen Kindern zur Seite und helfen ihnen, ihre Traumata zu verarbeiten und einen Weg zurück ins Leben zu finden.

Kinder, die noch nie eine Schule besucht haben, bekommen Aufholunterricht. Jugendliche können an Computer- und Sprachkursen teilnehmen oder ein Handwerk lernen - und ganz nebenbei erfahren, dass Männer und Frauen gleiche Rechte haben und Konflikte ohne Gewalt gelöst werden können.

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