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Wir unterstützen Kinder in Argentinien

Argentinien leidet nach wie vor unter den verheerenden Auswirkungen einer Schulden- und Wirtschaftskrise, die nach dem Jahr 2001 zu weit verbreiteter Armut und Mangelernährung besonders unter den Ärmsten führte.

Einst zu den reicheren Ländern der Welt gehörend, erholte sich das Land von den schlimmsten Auswirkungen von Inflation und Nahrungsmittelknappheit, doch es wuchs die Schere zwischen Arm und Reich. Gerade Kinder und Jugendliche sind von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht, insbesondere die Kinder  argentinischer Migranten und Einwanderer aus Peru, Bolivien und Ecuador. Die Wohnverhältnisse in den »Villas« – informellen Siedlungen am Stadtrand von Buenos Aires – sind sehr beengt, es gibt kaum Wasser oder eine funktionierende Stromversorgung. Die meisten Familien sind arbeitslos, oder ihr Einkommen ist so gering, dass es nur für eine Mahlzeit am Tag reicht, nicht jedoch, um die wichtigsten Grundbedürfnisse des täglichen Lebens zu befriedigen und eine kleine Rücklage für Notfälle wie Krankheit zu bilden.

Ihr Ansprechpartner

Jens Kunischewski
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-210
j.kunischewski@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Berufliche Bildung für Jugendliche

Im Rahmen der Aktion »Eine Stunde für die Zukunft«, die terre des hommes gemeinsam mit dem Volkswagen Konzernbetriebsrat an den internationalen Standorten von Volkswagen durchführt, konzentriert sich die Arbeit in Argentinien auf die Städte Córdoba und Buenos Aires. Wir fördern die berufliche Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen insbesondere aus Einwandererfamilien und unterstützen zudem junge Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Vier von fünf geistig behinderte Kinder in Córdoba kommen aus armen Familien, nahezu alle Eltern sind arbeitslos. Das argentinische Bildungssystem bietet keine Berufsorientierung oder Unterstützung bei der Arbeitssuche.  Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen Apadim und Cecopal helfen wir deshalb den Mädchen und Jungen, eine ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten angemessene Ausbildung zu absolvieren und sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. 2.000 Jugendliche haben in den letzten beiden Jahren mit Hilfe von terre des hommes eine Ausbildung erhalten oder einen Beruf ergreifen können.

Ein wichtiger Schwerpunkt ist ferner die soziale Inklusion Jugendlicher in den armen Vorstädten von Buenos Aires. Dort bietet ein Straßenfußball-Netzwerk 4.000 jungen Menschen die Chance, in geschützten Räumen mit Hilfe von Spiel und Sport ihre individuelle und persönliche Entwicklung zu fördern und ihre Talente zu stärken. Turniere zwischen verschiedenen, oftmals rivalisierenden Stadtteilen und die Einbindung der Eltern und Familien in die Projektarbeit haben die Akzeptanz des Programms erhöht und dazu geführt, dass die Nachfrage unter den Jugendlichen immer größer wird. In den Vierteln entwickelt sich dank der Sport- und Freizeitaktivitäten ein positives Gemeinschaftsgefühl, das die jungen Menschen motiviert, ihr Leben aktiv in die Hand zu nehmen und nach Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu suchen, anstatt die Tage auf der Straße zu verbringen.

Ausblick

In Argentinien klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, auch die nominell linken Regierungen der vergangenen Jahre haben daran nichts geändert. Die Integration und Inklusion von jungen Menschen in die Gesellschaft bleibt die große Herausforderung des terre des hommes-Programms in Argentinien. Besonders Gruppen, die am Rande der Gesellschaft stehen, wie beispielsweise Migranten oder Menschen mit Behinderung, werden auch künftig im Fokus des Programms stehen.


Projektbeispiele

Kicken für den Frieden

In den Vororten von Buenos Aires leben viele Familien in prekären Verhältnissen. Die Stiftung FUDE nutzt Straßenfußball als Mittel, um Kinder und Jugendliche zu erreichen und das gesellschaftliche Zusammenleben zu verbessern. mehr

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