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Kinder vor Gewalt schützen

Ausgangssituation

In Laos erfahren schätzungsweise drei Viertel aller Kinder zwischen zwei und 14 Jahren emotionale, körperliche oder sexuelle Gewalt durch Erwachsene, ebenso zu Hause wie in der Schule. Körperliche Gewalt als Methode der Erziehung und Bestrafung ist gängige Praxis, und es gibt kein Gesetz, das Kinder davor schützt. Ein Bewusstsein für Kinderrechte oder gar ein öffentlicher Diskurs darüber existieren praktisch nicht. In ländlichen Regionen ist auch Kinderheirat sehr verbreitet. Diese Praxis ist zwar offiziell verboten, dennoch werden nach wie vor viele minderjährige Mädchen verheiratet.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Die »Association for Community Development« (ACD) setzt sich seit 1994 aktiv für Kinder- und Frauenrechte, Umweltschutz und nachhaltige Agrarkultur ein. ACD arbeitet vor allem in benachteiligten und abgelegenen Gemeinden. Sie wird seit 2015 von terre des hommes dabei unterstützt, die Rechte und Interessen der Kinder in Laos durchzusetzen.

Maßnahmen und Wirkungen

ACD bekämpft Gewalt gegen Kinder direkt vor Ort und setzt dabei ebenso auf Prävention wie auf Schutz. Dafür klärt ACD insbesondere Lehrerinnen und Lehrer über die Kinderrechte auf und auch darüber, welche Folgen es für Kinder hat, wenn sie Gewalt erfahren müssen. Zudem wurden in zehn Schulen Kindesschutzgruppen für Schülerinnen und Schüler eingerichtet. Hier können sie sich über ihre persönlichen Gewalterfahrungen austauschen, lernen ihre Rechte kennen und erfahren, wie sie für sie eintreten können. Beispielsweise entwickeln die Mädchen und Jungen ein Theaterstück zum Thema Gewalt, dass sie anschließend für die ganze Schule aufführen, und sie gestalten ein Programm für das Schulradio, in dem sie über Gewalt und Kinderrechte aufklären. Die Gruppen dienen auch als eine Art Kindesschutzsystem: Sie intervenieren, sobald ein Fall von Gewalt gegen ein Kind bekannt wird.

Herausforderungen und Planung

ACD plant, die Zahl der Kindesschutzgruppen zu erhöhen. Zunächst soll das Angebot bekannter gemacht werden, anschließend sollen weitere Gruppen gegründet werden. Dabei sollen die Kinder der bereits existierenden Gruppen als Multiplikatoren dienen und ihre Erfahrungen an die neuen Kindesschutzgruppen weitergeben. Um die Gruppen besser zu verankern, will ACD auch Lehrkräfte, Eltern und Ortsvorsteher verstärkt dazu bewegen, sich darin zu engagieren.

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