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Lesen macht Spaß!

Ausgangssituation

Das südostasiatische Binnenland Laos ist eines der ärmsten Länder der Region. Vor allem in den ländlichen Gebieten leben viele Familien unter der Armutsgrenze. In Dörfern, in denen viele Familien ethnischen Minderheiten angehören, können mehr als 90 Prozent der Einwohner weder lesen noch schreiben. Dazu beherrschen die meisten von ihnen die Landessprache nicht, so dass sie sehr isoliert und von der laotischen Gesellschaft ausgeschlossen leben. Die Bildungsmöglichkeiten für Kinder sind dementsprechend gering, auch sie lernen kaum zu lesen oder zu schreiben.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Die Hilfsorganisation »Big Brother Mouse« wurde 2006 mit dem Ziel gegründet, die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche in der Luang Prabang Provinz zu verbessern. Seit 2010 wird sie dabei von terre des hommes unterstützt.

Maßnahmen und Wirkungen

Bücher sind in den ländlichen Regionen Laos eine Seltenheit. Viele Dorfbewohner haben noch nie ein Buch gesehen oder in der Hand gehabt, und die Kinder lernen das Lesen anhand von Tafelbildern. Big Brother Mouse druckte bereits über 35.000 Bücher und verteilte diese an Schülerinnen und Schüler der Projektregion. Außerdem verfügt jede Schulklasse nun über 80 Bücher für den Schulunterricht. Ein junges Team veranstaltet regelmäßig Bücherpartys, bei denen den Kindern Bücher vorgestellt und vorgelesen werden. Die Lehrerinnen und Lehrer können sich in Workshops der terre des hommes-Partnerorganisation über Unterrichtsgestaltung und Lesetrainings für Schüler informieren.

Herausforderungen und Planung

Durch die Arbeit von terre des hommes und Big Brother Mouse konnten viele Kinder ihre Lese- und Schreibfertigkeiten bereits sichtlich verbessern. Die Kommunikation mit den Gemeinden stellt jedoch weiterhin eine Herausforderung dar, da die Verständigung aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse schwierig ist. Einige Kommunen und Schulen sind dem Projekt daher zunächst skeptisch gegenüber. Big Brother Mouse und terre des hommes streben deshalb weiterhin das Gespräch mit den Dorfbewohnern an, um auch ihren Kindern in Zukunft den Zugang zu Schulbildung möglich zu machen.

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