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Wir unterstützen Kinder in Myanmar

Myanmar, Vielvölkerstaat und flächenmäßig größtes Land Festland-Südostasiens, ist reich an Rohstoffen und kulturellen Schätzen, aber auch an gesellschaftlichen und politischen Problemen. Die Geschichte des Landes ist bis heute von blutigen Konflikten zwischen Militär und bewaffneten ethnischen Gruppen geprägt.

Seit 2011 verhandelt die Regierung mit den Führern verschiedener Volksgruppen über ein Waffenstillstandsabkommen. Die Wahlniederlage der nach wie vor vom Militär dominierten Regierung im November 2015 lässt auf eine Öffnung und Demokratisierung des Landes hoffen. Denn die Liste ungelöster Probleme ist lang. Eine große Herausforderung ist die Armut und der Mangel an Gesundheits- und Bildungseinrichtungen für die Mehrheit der Bevölkerung. Insbesondere die Völker der ethnischen Minderheiten wie zum Beispiel die Karen, Mon oder Kachin im Osten des Landes werden systematisch benachteiligt und von jeglicher Form wirtschaftlicher oder politischer Beteiligung ausgeschlossen, viele leben in Lagern auf thailändischem Staatsgebiet oder dem Gebiet Myanmars.

Ihr Ansprechpartner

Jan-Hinnerk Voss
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-118
j.voss@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Bildung und Gesundheit für Flüchtlinge und Binnenvertriebene

terre des hommes unterstützt Projekte im Osten Myanmars entlang der thailändischen Grenze wie auch im Landesinnern. Die meisten terre des hommes-Partnerorganisationen helfen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen sowie betroffenen Gemeinden in den Konfliktregionen. Dort werden die Familien medizinisch versorgt; für die Kinder gibt es Schulunterricht. Gefördert werden auch Programme zur Dorfentwicklung, mittels derer die Menschen die Selbstversorgung durch Nahrungsmittelanbau erlernen und sich als Kleinhändler ein eigenes bescheidenes Einkommen erwirtschaften können.

Unsere Partnerorganisationen MON und WEAVE haben in Flüchtlingslagern an der thailändischen Grenze in einem ersten Schritt für 2.000 Kinder Schulen und Kindergärten errichtet und für die Betreuung der Kinder gesorgt. 4.650 Lehrer, Eltern und Betreuer erhalten nun eine Qualifikation im Bereich frühkindlicher Erziehung, um die Projektarbeit auf insgesamt 25.000 Kinder und Jugendliche ausweiten zu können. Das Lehrpersonal ist auch dafür sensibilisiert, traumatische Erfahrungen bei Kindern zu erkennen und auf sie einzugehen. Dies ist besonders bei der Betreuung der vielen Flüchtlingskinder wichtig.

Ausblick

Neben der Fortführung der Programmarbeit mit den Völkern der ethnischen Minderheiten wird terre des hommes in der gleichen Region verstärkt Projekte zur Sicherung der Ernährung fördern. Zudem soll angesichts der wachsenden Umweltzerstörung am Grenzfluss Salween und am Inle Lake die Umweltbildung verstärkt unterstützt werden. Es ist geplant, Erwachsene wie auch Jugendliche als Multiplikatoren auszubilden, die in den Dörfern am Grenzfluss die Wasserqualität bewerten und die Fischergemeinschaften bei der Sicherung ihrer Lebensgrundlagen beraten.


Projektbeispiel

Schule für Vertriebene

Viele Menschen leiden seit vielen Jahren unter bewaffneten Konflikten zwischen Militär und ethnischen Gruppen. An der thailändischen Grenze setzt sich die Organisation WEAVE für die Versorgung und Betreuung von Kindern in den Flüchllingslagern ein. mehr

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