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Veröffentlichung: Pressekonferenz auf Twitter

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Hungerkrisen spitzen sich zu:

Bericht zur Wirklichkeit der deutschen Entwicklungspolitik fordert mehr Engagement der G7

Entwicklungspolitik in der »Zeitenwende« stellt die internationale Gemeinschaft vor neue Herausforderungen

Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung einer globalen Systemkrise, die eine neue Dimension von Anforderungen an die Politik stellt. Verschärft wird diese Systemkrise durch den Krieg in der Ukraine. Die Entwicklungspolitik der Bundesregierung ist gefordert, auf das fatale Zusammenspiel von Kriegen, den Folgen der Covid19-Pandemie, den Auswirkungen des Klimawandels und der sich zuspitzenden Hungerkatastrophe mit konkreten Hilfsmaßnahmen zu reagieren und gleichzeitig an der Beseitigung der strukturellen Ursachen anzusetzen. Denn diese Krisenphänomene treffen die verletzlichsten Gruppen, die am meisten darunter leiden, besonders hart: Menschen in Armut, Geflüchtete und Vertriebene, Kinder und Jugendliche.

Für Millionen von Kindern müssen die schlimmsten Folgen wie Hunger, ausbeuterische Arbeit zum Überleben und der Mangel an Schule und Bildung durch humanitäre Hilfe aufgefangen werden. »Während die Bundeswehr mit dem Beschluss vom 29. Mai kurzerhand mit einem 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen ausgestattet wurde, benötigen wir jetzt Mittel in dieser Größenordnung vor allem für zivile Zwecke: Zum Beispiel für den Aufbau zerstörter Schulen und Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine und für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt für die Kinder heute und die kommenden Generationen«, so Joshua Hofert, Vorstand Kommunikation bei terre des hommes. »Gleichzeitig brauchen wir eine langfristige klare Strategie für die Förderung von Kindern und Jugendlichen durch die deutsche Entwicklungspolitik, die deren Wünsche und Forderungen mit einbezieht.«

Die Bundesregierung sollte den diesjährigen G7-Vorsitz nutzen, um sich gemeinsam mit den Partnern auf verbindliche Initiativen zur weltweiten Ernährungssicherung zu verpflichten. »Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich eine Hungerkrise wie 2007/2008 mit knapp einer Milliarde Hungernden auf der Welt wiederholt. Die globale Ernährungssicherheit sollte höchste politische Priorität haben. Dazu gehört auch, die Finanzierung für Entwicklungszusammenarbeit an die Herausforderungen der Ernährungssicherung anzupassen. Die Bundesregierung muss gemeinsam mit den G7-Staaten insgesamt 14 Milliarden US-Dollar pro Jahr zusätzlich für Ernährungssicherung bereitstellen, um den weltweiten Hunger zu besiegen«, forderte Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

Grafiken aus dem Kompass 2022

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