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Unterstützen Sie Kinder in Burkina Faso

Armut, Hunger, ein schlechtes Bildungssystem, Dürren und ein wachsender Bevölkerungsdruck auf unzureichende Ressourcen – die Probleme in Burkina Faso haben sich nicht nur durch den Klimawandel, sondern seit einigen Jahren auch durch eine massive Verschlechterung der Sicherheitslage deutlich verschärft.

Dutzende Terrorgruppen sind inzwischen im zentralen Sahel aktiv und kämpfen um Macht, Geld und Einfluss. Ausgehend von Mali haben sich radikale Gruppen längst auch in Burkina Faso ausgebreitet und verbreiten Gewalt und Angst unter der Bevölkerung. Diese wiederum ist zunehmend gespalten durch ein wachsendes Misstrauen und Spannungen entlang ethnischer Linien, die sich immer wieder in Überfällen und Rachakten an vermeintlichen Unterstützern der Terrorgruppen entladen.

In Burkina Faso wurden bislang mehr als 1,4 Millionen Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, Proteste der Bevölkerung gegen den Umgang der Regierung mit der Sicherheitskrise nehmen zu.

Vor diesem Hintergrund verschlechtern sich die Perspektiven junger Menschen immer mehr. Viele schließen sich radikalen Gruppen an, die ihnen Geld und Essen bieten. Millionen Kinder brechen die Schule ab, Kinderarbeit, Kinderhandel und Hunger nehmen zu.Auch die COVID-19-Pandemie hat die Region nicht verschont: Familien haben Einkommensmöglichkeiten verloren, und zu digitalen Lernalternativen haben die meisten Kinder und Jugendlichen, insbesondere auf dem Land, keinen Zugang.

Ihre Ansprechpartnerin

Claudia Berker
Referat Programme und Politik
Tel. 05 41 / 71 01 - 166
c.berker@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Das terre des hommes-Programm in Burkina Faso nimmt besonders Kinder und Jugendliche in den Blick, deren Rechte besonders gefährdet sind: Mädchen, die Opfer von Zwangsehen und anderen Ausbeutungsformen sind, sowie Kinder, die durch die gewaltsamen Konflikte in der Region vertrieben wurden und nun als Binnenflüchtlinge leben.

Das Programm zielt darauf ab, die Fähigkeiten und die Belastbarkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken und gleichzeitig auf wichtige Akteure wie Eltern, Lehrkräfte, Behörden und andere Entscheidungsträger*innen einzuwirken, damit sie sich für die Rechte der Kinder in ihrem Lebensumfeld einsetzen. Unter Nutzung der vorhandenen Ressourcen auf Gemeindeebene sollen bessere Schutz-Systeme für Kinder aufgebaut und ihr Recht auf Bildung gesichert werden.

Die terre des hommes-Arbeit in Burkina Faso konzentriert sich auf drei Bereiche:

  • Einbindung, Teilhabe und Mobilisierung von Kindern durch Jugendgruppen, Diskussionsforen und lokale Kampagnen.
  • Zugang zu einer hochwertigen und integrativen Bildung für gefährdete Kinder durch Schaffung von Lernräumen, psychosoziale Unterstützung und Schulungen für Lehrpersonal.
  • Vorbeugung gegen Gewalt und Missbrauch von Kindern und Förderung einer Kultur des Friedens durch Schaffung eines sicheren Umfelds für Kinder und Jugendliche, die Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung erlebt haben oder gefährdet sind.

Projektbeispiele

Kinderfreundliche Bildung für Schulabbrecher*innen

Die Fondation pour le Développement Communautaire (FDC) setzt sich in den Regionen Centre Nord und Sud dafür ein, dass Kinder und Jugendliche, die die Schule abbrechen mussten, ein sicheres und kinderfreundliches Lernumfeld bekommen, das zu ihrem Alltag passt und das sie selbst mitgestalten können. In Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen werden nicht-formale Bildungseinrichtungen betrieben, um die Grundbildung von gefährdeten Kindern, vor allem Mädchen, zu sichern, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken und ein Bewusstsein für Geschlechtergerechtigkeit zu schaffen.

Die Association pour le développement communautaire et la promotion des droits de l'enfance (ADC/PDE) fördert die Bildung und Wiedereingliederung von Kindern und Jugendlichen, die in informallen Goldminen unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen. Kinder werden wieder in den normalen Schulunterricht und stabiles Umfeld integriert; außerdem werden unter Beteiligung der ehemaligen Kinderarbeiter vorbeugende Maßnahmen gegen wirtschaftliche Ausbeutung initiiert. Die jungen Menschen setzen sich außerdem in ihren Gemeinden für Gewaltfreiheit und eine nachhaltge Entwicklung ein.

Projekt-Bericht

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