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Wasser und Nahrungsmittel für die Menschen im Norden Kenias

Millionen Menschen sind in Ostafrika vom Hunger bedroht. Auch im Nordosten Kenias an der Grenze zu Somalia ist die Situation dramatisch: Durch die Trockenheit ist das Weideland verödet, Felder sind verdorrt, tausende Nutztiere sind bereits verendet oder stark abgemagert. Die Flüsse führen kaum noch Wasser, Viehpreise fallen und Lebensmittelpreise steigen. Die Menschen sehen sich gezwungen, Hab und Gut zu verkaufen und Geld und Lebensmittel zu leihen, um zu überleben. Kenia hat den nationalen Dürrenotstand ausgerufen und Geld bereitgestellt. Die Hilfe der Regierung reicht aber bei weitem nicht aus.

terre des hommes stellte deshalb in einem ersten Schritt 55.000 Euro zur Verfügung. Mitarbeiter der Organisation NAPAD, Projektpartner von terre des hommes, haben im März in Dörfern der Region Mandera im Grenzgebiet zu Somalia Trinkwasser und Lebensmitteln verteilt, damit die Betroffenen bis zur erwarteten Regenzeit ab Ende April überleben können. 2.700 Menschen, darunter 1.485 Kinder, bekamen Reis, Bohnen und Öl, das Trinkwasser wurde in Lastwagen angeliefert.

Mitte April hat in der Region der Regen eingesetzt, allerdings ist er sehr unterschiedlich ausgefallen. Mancherorts kam es zu regelrechten Überschwemmungen, anderswo war er kaum spürbar. Die Menschen ziehen mit ihren letzten von der Dürre geschwächten Tieren dorthin, wo ausreichend Regen gefallen ist und die Wasserspeicher voller sind, was vielerorts zu Spannungen und Konflikten führt. Für das Gros der Bevölkerung, die hauptsächlich von der Viehwirtschaft lebt, waren die Niederschläge nicht ausreichend, zumal das Weideland völlig ausgetrocknet ist und lange und intensive Bewässerung benötigt, um wieder fruchtbar zu werden.

Neben der Unsicherheit der Wasser- und Nahrungsmittelversorgung ist die Sicherheitslage in Mandera wegen der Nähe zur somalischen Grenze ein großes Problem. Einige Bauern überqueren die Grenze auf der Suche nach besseren Weidegründen, sind dabei aber der Gefahr kenianischer Luftangriffe ausgesetzt, die vermutete Lager der somalischen Terrormiliz Al Shabab im Grenzgebiet bombardieren.

Um die Hilfe fortzuführen, wird terre des hommes zunächst weitere 20.000 Euro bereitstellen. NAPAD wird mit diesem Geld an rund 450 besonders von der Dürre betroffene Familien Nahrungsmittel in Form von Gutscheinen für Reis, Bohnen und Speiseöl ausgeben, die auf den Märkten eingetauscht werden können. Weitere Mittel werden bei Bedarf für Hygienemaßnahmen und sauberes Trinkwasser zur Verfügung gestellt.

Unter dem Stichwort »Nothilfe Ostafrika« bitten wir um Ihre Spende.

11.05.17

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