Sie sind hier:

Simbabwe: Letzte Chance am Ende der Straße

Es ist Mittagszeit in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt Simbabwes. Dutzende Kinder und Jugendliche in abgetragener, schmutziger Kleidung drängeln sich vor dem Drop-In Zentrum »Thuthuka«. Sie wollen sich waschen oder die Kleidung wechseln. Einige von ihnen ziehen danach wieder auf die Straße, andere bleiben, um zu lernen. Sifelamandla Khumalo leitet das von terre des hommes unterstützte Projekt Thuthuka. Viele Kinder und Jugendliche haben ihre Eltern durch HIV/Aids verloren. Ohne Ausbildung und Zukunftsperspektiven, so sagt er, führt ihr Weg schnell in die Kriminalität.  

Für Ziele begeistern

Ein Viertel aller Straßenkinder in Simbabwe haben nie eine Schule besucht. Alle leiden Hunger oder sind mangelernährt. Viele haben Erfahrung mit Drogen gemacht. Die große Mehrheit empfindet das Leben auf der Straße als hoffnungslos. »Die eigentliche Herausforderung ist«, erklärt Khumalo, »die Kinder von ihrem ziellosen Leben abzubringen und sie für die Schule oder eine Ausbildung zu begeistern.«

Große Fähigkeiten vorhanden

In dem Projekt Thuthuka erhalten jährlich 30 Jungen und Mädchen eine handwerkliche Ausbildung. Viele Straßenkinder haben zwar Schwierigkeiten mit den Schulbuchinhalten, doch handwerkliche Fähigkeiten, wie kochen, schreinern oder schweißen, lernen sie innerhalb weniger Monate.

Auch Daya kommt regelmäßig in das Zentrum. Mit 14 wurde sie Mutter, und sie lebte lange auf der Straße. Sie erzählt: »Ich möchte, dass meine Tochter es einmal besser hat als ich. In einem Kurs lerne ich, was ein Kind braucht und wie ich es erziehen sollte.« Ihr Mann hat im Projekt Thuthuka eine Schweißerausbildung gemacht und arbeitet jetzt in einer Autowerkstatt.

Zum Seitenanfang