Sie sind hier:

Wir unterstützen Kinder in Mexiko

Mexiko, das Land im politisch-kulturellen Spannungsfeld zwischen dem südlichen und nördlichen Amerika, ist als zweitgrößte Wirtschaftsnation Lateinamerikas geprägt durch große soziale Ungleichheit. Armut, Gewalt und Emigration von Fachkräften hemmen die Entwicklung des Landes.

Die schlechten Lebensbedingungen auf dem Land bewirken, dass viele Mexikaner in Großstädte wie Mexiko-Stadt ziehen. Meist leben sie dort in kleinen Wohnungen oder Hütten am Rande der Stadt. Die Straßen in den Großstädten sind auch das Zuhause vieler Kinder, die vor Misshandlungen oder anderen Missständen in ihren Familien geflohen sind. Die Zahl der Straßenkinder wird allein für Mexiko-Stadt auf 30.000 geschätzt. Ihr ohnehin schon schwieriger Alltag wird seit einigen Jahren zusätzlich durch sogenannte »soziale Säuberungen« und eine steigende Spirale der Gewalt im Zuge des Drogenkriegs verschlimmert. Zwar hat das nationale Gesundheitsministerium ein Programm zur »integralen Familienentwicklung« aufgesetzt, welches auch die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Blick hat. Jedoch wird der besonders wichtige Aspekt der Gewaltprävention dort stark vernachlässigt.

Ihr Ansprechpartner

Jens Kunischewski
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-210
j.kunischewski@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Bildung für Straßenkinder und Schutz von Kindern vor Gewalt

In Kooperation mit dem Volkswagen Konzernbetriebsrat fördert terre des hommes Projekte in der Hauptstadt sowie in Puebla. In der Hauptstadt Mexiko-Stadt arbeiten unsere Partnerorganisationen insbesondere mit indigenen Kindern und Jugendlichen vom Volk der Otomi zusammen. Sie erhalten Bildungs- und Ausbildungsangebote, einen Zugang zu Gesundheitsversorgung und Hilfestellung bei der Vertretung ihrer Interessen gegenüber den Behörden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße leben. Sie erhalten eine ärztliche Gesundheitsversorgung sowie Schulunterricht und Hilfen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen. Da bezahlbarer Wohnraum knapp ist, haben terre des hommes-Partnerorganisationen das bis dahin meist tabuisierte Thema der wohnungslosen Familien in die öffentlichen Debatten eingebracht und fordern Investitionen in eine mexikanische Variante des sozialen Wohnungsbaus.

Unsere Projektpartner in Puebla organisieren Programme zur Prävention von häuslicher Gewalt und sind in der Opferbetreuung tätig. Sie bieten zum Beispiel Elterntrainings an, machen Hausbesuche und bieten psychosoziale Betreuung für die jugendlichen Opfer häuslicher Misshandlungen. Durch ihre Erfahrung konnten in den letzten Jahren einige innovative pädagogische Methoden in die mexikanische Sozialarbeit  eingebracht werden. Junge Menschen mit Behinderungen bekommen durch spezielle Ausbildungshilfen und individuelle Therapien die Chance, ein weit möglichst eigenständiges Leben zu führen. Viele von ihnen haben in den letzten Jahren beeindruckende persönliche Entwicklungen durchlaufen.

Ausblick

Auch in den kommenden Jahren wird die Prävention häuslicher Gewalt aller Vermutung nach ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit bleiben. Verstärkt sollen die Kinder und Jugendlichen aus den Projekten auch in nationale und internationale Jugendnetzwerke eingebunden werden, die es ihnen ermöglichen, sich untereinander über ihre Erfahrungen auszutauschen und ihr Wissen zu erweitern, um sich noch effektiver für ihre eigenen Interessen und die ihrer Altersgenossen einzusetzen.


Projektbeispiele

Zurück ins Leben

In Mexiko-Stadt leben schätzungsweise 30.000 Straßenkinder. Die terre des hommes-Partnerorganisation El Caracol kümmert sich um diese Mädchen und Jungen mit einem Schutzzentrum und Drogenberatung. mehr

Neue Chancen für Straßenkinder

In Puebla bietet die Organisation Juconi Straßenkindern Alternativen zu einem von Drogen und Gewalt bestimmten Leben. mehr

Zum Seitenanfang