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Die Straße ist kein Zuhause für Kinder

Ausgangssituation

Familiäre Gewalt, Armut, Vernachlässigung: Es gibt viele Gründe, warum Kinder in Puebla auf der Straße landen. Auch Kinder aus armen Familien, die gezwungen sind, die Schule abzubrechen und für den Familienunterhalt auf der Straße arbeiten zu gehen, sind einem hohen Risiko ausgesetzt, in die Spirale aus Drogen, Gewalt und Ausbeutung zu gleiten. Ein Weg heraus ist ohne Hilfe kaum möglich.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Die Organisation Juconi (»Fundación Junto con los Niños«) wird von terre des hommes in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen Konzernbetriebsrat seit 2001 gefördert. Juconi betreibt zwei Wohnheime und eine Tageseinrichtung für ehemalige Straßenkinder und arbeitende Kinder.

Maßnahmen und Wirkungen

Juconi setzt unterschiedliche Programme für Straßenkinder und arbeitende Kinder um. Pro Jahr werden etwa 350 Kinder und deren Familien betreut. Die meisten von ihnen werden auf dem Markt angesprochen, wo viele arbeiten. Direkt am Markt gibt es eine Tageseinrichtung, in der die Kinder in ihrer Freizeit schulische Nachhilfe erhalten. So werden sie wieder an den Unterricht an der Regelschule herangeführt und bekommen langfristig die Chance, der Armutsfallen zu entkommen.

In den anderen Einrichtungen von Juconi finden Straßenkinder Schutz. Besonders die trauma-therapeutische Betreuung von Kindern und ihren Familien ist ein Schwerpunkt der Arbeit. Viele der Kinder haben Drogenprobleme, mussten sich prostituieren, haben physische, psychische oder sexuelle Gewalt erfahren. Die Trauma-Spezialisten von Juconi betreuen sie deshalb bis zu drei Jahre lang, um ihnen wieder eine Perspektive zu geben.

Herausforderungen und Planung

Der Krieg gegen die Drogenkartelle beherrscht die Berichterstattung über Mexiko. Doch die extreme Armut in großen Teilen der mexikanischen Gesellschaft bleibt weiterhin das größte Problem, dem sich Organisationen wie Juconi in ihrer Arbeit stellen müssen.

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