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Wir unterstützen Kinder im Nordirak

Es tobt Krieg im Irak. Der selbsternannte Islamische Staat eroberte weite Teile des Landes und übt dort ein Terrorregime aus. Die Menschen verlassen Hals über Kopf ihre Heimat und fliehen vor öffentlichen Hinrichtungen, Entführungen und Massenmorden. Zurzeit benötigen etwa acht Millionen Menschen humanitäre Hilfe; rund drei Millionen Irakerinnen und Iraker sind vor Krieg, Verfolgung und dem Terror der IS-Milizen auf der Flucht. Vor allem die kurdischen Autonomiegebiete im Norden des Iraks sind Ziel vieler Vertriebener. Über eine Million Iraker und fast 250.000 Syrer leben in teilweise katastrophalen Verhältnissen in- und außerhalb von Flüchtlingscamps. Es fehlt am Nötigsten: Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente sind knapp, und bedingt durch die immer weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen wachsen die sozialen Spannungen zwischen den ortsansässigen Bewohnern und den Flüchtlingen.

Fast die Hälfte der binnenvertriebenen Iraker wie auch der Flüchtlinge aus Syrien sind Kinder und Jugendliche. Ihnen mangelt es nicht nur an der lebensnotwendigen Grundversorgung, sondern auch an psychosozialer Betreuung. Viele Kinder sind in den Wirren von Flucht und Vertreibung von ihren Familien getrennt worden und mussten sich allein durchschlagen, andere haben mitansehen müssen, wie Familienangehörige getötet oder vergewaltigt wurden oder auf der Flucht verhungerten. Rund 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die außerhalb der Camps leben, sind nicht in einer Schule registriert und haben keinen Zugang zu Bildung.

Bitte spenden Sie für Kinder im Krieg und auf der Flucht!

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Programmschwerpunkte

Freizeitangebote und Traumatherapie für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Im Nordirak unterstützt terre des hommes Projekte, in denen Kindern psychosoziale Lern- und Freizeitaktivitäten sowie qualifizierte Therapien angeboten werden. Gemeinsam mit der Jiyan Foundation und dem Verein trauma aid werden Therapeuten speziell für die Behandlung von Kindern geschult, um sie und ihre Familien dabei zu unterstützen, ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten und in einen strukturierten Alltag zurückzufinden. Ziel ist es, die psychischen Störungen frühzeitig zu therapieren und dadurch zu verhindern, dass sich Störungen langfristig manifestieren und die weitere Entwicklung der Jugendlichen blockieren. Seit dem Beginn der Fluchtbewegungen in den Nordirak und dem Start des Hilfsprogramms im Jahr 2005 wurden 13.000 Flüchtlinge mit Hilfe der Jiyan Foundation von Experten behandelt, davon knapp ein Drittel Kinder und Jugendliche und etwa 40 Prozent erwachsene Frauen. Weitere 8.000 syrische Flüchtlinge erhielten kurzfristige, medizinische Behandlung. Angestellte unserer Partnerorganisationen nehmen an Schulungen und weiterbildenden Maßnahmen teil, um eine qualifizierte nachhaltige Versorgung der Kinder sicherzustellen.

Zudem fördern unsere Partner die Integration der Flüchtlinge in die Aufnahmegemeinschaften, um soziale Spannungen, Misstrauen, Rivalität und Konkurrenz zwischen den Flüchtlingen und den Anwohnern abzubauen. Neben der materiellen Versorgung zählen hierzu vor allem Sprachförderung und die Möglichkeit, dass Flüchtlinge mittels kleinerer Tätigkeiten und Hilfsdienste etwas Geld verdienen.

Projektbeispiele

Hilfe für Flüchtlinge

Die Lage in den kurdischen Autonomiegebieten im Nordirak ist dramatisch. Menschen aus dem Irak und Syrien suchen dort Schutz vor Krieg und Terror. terre des hommes unterstützt die Kinder in den Flüchtlingscamps. mehr

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