Sie sind hier:

Kicken für den Frieden: Straßenfußball setzt gesellschaftliche Prozesse in Gang

Ausgangssituation

Die sogenannten »Villas« sind Siedlungen am Stadtrand der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Die Menschen dort leben in prekären Verhältnissen, oft gibt es weder Strom noch fließend Wasser. Das Einkommen der meisten Familien reicht kaum zur Deckung der Grundbedürfnisse. Dazu kommt die hohe Kriminalitätsrate. Kinder und Jugendliche laufen Gefahr, von Jugendbanden oder Drogenhändlern rekrutiert zu werden.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Die Stiftung »Fútbol para el Desarrollo« (FUDE) wurde 2008 mit dem Ziel gegründet, das gesellschaftliche Zusammenleben mittels sportlicher und bildungspolitischer Aktivitäten zu fördern.

Maßnahmen und Wirkungen

FUDE organisiert Sportveranstaltung für die Kinder und Jugendlichen der „Villas“. Mehr als 750 Kinder nehmen bereits an den wöchentlichen Aktivitäten teil. Durch eine sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer erreicht FUDE, dass sich die Jugendlichen von den Banden und Drogenhändlern fernhalten.

Einmal monatlich findet eine große Straßenfußballveranstaltung für alle »Villas« statt, dabei wechselt immer der gastgebende Stadtteil. Auf diese Weise gelingt es oft, schwelenden Konflikten zwischen benachbarten Vierteln den Wind aus den Segeln zu nehmen. Bei FUDE können sich Jugendliche als Sportmediatoren ausbilden lassen, um eigenständig Sportveranstaltungen zu organisieren, damit die Gemeinden auch langfristig sportliche Freizeitaktivitäten anbieten können. FUDE hat bereits in mehreren Villas das Zusammenleben und auch das Image der Vororte merklich verbessert.

Herausforderungen und Planung

Die Lebensumstände der Familien müssen sich langfristig deutlich verbessern, doch die »Villas« werden von der argentinischen Regierung weiterhin vernachlässigt. Deshalb wird FUDE künftig stärker den Dialog mit den argentinischen Behörden suchen, um auch auf politischer Ebene etwas zu bewegen.

Zum Seitenanfang