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Ein Recht auf Bildung: Berufsorientierung für Kinder und Jugendliche

Ausgangssituation

Der Alltag vieler Familien in São Paulo ist geprägt von Armut. Sie sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche die Schule abbrechen müssen, um zum Familienverdienst beizutragen. Die Zahl der Analphabeten unter den Jugendlichen ist hoch, es fehlt an Schulbildung und einer Vorbereitung auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Die brasilianische Organisation »Ação Educativa« wurde 1994 gegründet und hat ihren Sitz in der Großstadt São Paulo. Ihr Fokus liegt auf Erziehungs- und Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Brasilien.

Maßnahmen und Wirkungen

»Ação Educativa« bietet den Kindern und Jugendlichen Workshops zur Berufsorientierung an, wo sie Informationen zu Ausbildungs- und Berufsorientierungsmöglichkeiten erhalten. Dazu gehört auch, dass sie über ihr Recht auf Bildung, Erziehung und Arbeit aufgeklärt werden, um sich aktiv die lokale Bildungspolitik einzumischen. Bereits mehr als 1.500 Schülerinnen und Schüler haben an den Projektworkshops teilgenommen. Einige von ihnen setzen sich gemeinsam bei öffentlichen Debatten zu Jugend-, Bildungs- und Arbeitspolitik für ihre Rechte ein. »Ação Educativa« verhandelt aber auch direkt mit der Gemeinde São Paulo. Ziel ist, dass die Verwaltung ein Programm zur finanziellen Unterstützung für benachteiligte Kinder und Jugendlichen schafft, damit diese nicht die Schule abbrechen müssen.

Herausforderungen und Planung

Die mangelhafte brasilianischen Sozialpolitik und die fehlende staatliche Priorität für Schul- und Berufsbildung erschwert die Projektarbeit vor Ort. Langfristige Veränderungen sind nur durch eine Zusammenarbeit mit dem Bundesstaat São Paulo möglich. Deshalb wird Acao Educativa den Bundesstaat São Paulo in den Dialog miteinbeziehen.

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