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Politik beeinflussen: Kinderrechte durchsetzen

Ausgangssituation

In Chile gibt es immer wieder massive polizeiliche Repressionen gegen Jugendliche. Besonders betroffen sind Angehörige ethnischer Minderheiten, aber auch Mitglieder von Jugendorganisationen wie der Studentenbewegung. Das südamerikanische Land hat seine Kinder- und Jugendgesetzgebung bis heute nicht der UN-Kinderrechtskonvention angepasst, die beispielsweise den Schutz vor Diskriminierung vorsieht.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Der Verein La Caleta kümmert sich seit 28 Jahren um die Kinder und Jugendlichen in den Elendsvierteln der Hauptstadt Santiago und der Hafenstadt Lota im Süden des Landes. terre des hommes unterstützt La Caleta bei der Überzeugungsarbeit von Gesellschaft und Politik, Kinder- und Jugendrechte in der chilenischen Gesetzgebung zu verankern.

Maßnahmen und Wirkungen

La Caleta entwickelt gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen Projekte, um die Kinderrechte in Chile zu stärken. In den letzten Jahren wurde eine »Bewegung für die Kinder Chiles« ins Leben gerufen, an deren Kampagne für ein neues Kinder- und Jugendgesetz sich 400 Projekte und Organisationen beteiligen, darunter auch La Caleta. Die Kinder und Jugendlichen von La Caleta haben zu Themen, die sie und ihr Leben betreffen, Vorschläge für das Gesetz erarbeitet und eingebracht. So wurde beispielsweise erreicht, dass im Parlament eine regelmäßig tagende Arbeitsgruppe zu Kindern und Jugendlichen eingerichtet wurde. Daran nimmt auch ein Vertreter von La Caleta teil, wodurch die Organisation direkt Einfluss auf Entscheidungen nehmen kann.

Herausforderungen und Planung

Nach dem Regierungswechsel ist es notwendig, auch zu den neuen Entscheidungsträgern Kontakte zu knüpfen und die erreichten Fortschritte zu sichern. Zudem erarbeiten die Kinder und Jugendlichen einen Beitrag zum Alternativbericht der Kinderrechtskonvention über die negativen Auswirkungen von Mega-Projekten auf die Kinderrechte. So wollen sie erreichen, dass sich das Kinderrechtskomitee zum Thema äußert und den chilenischen Staat zur Wahrnehmung seiner Verantwortung auffordert.

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