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Kinder und Jugendliche verteidigen ihre Rechte und setzen sich für den Frieden ein

Ausgangssituation

Hunderttausende kolumbianische Familien und ganze Gemeinden sind vor dem seit 50 Jahren andauernden bewaffneten Konflikt in die städtischen Zentren geflüchtet, um ihre Kinder vor Rekrutierung zu schützen. Viele leben in der Hafenstadt Buenaventura in einem der ärmsten Distrikte des Landes mit der höchsten Gewaltrate. Diese - so ist zu befürchten - wird weiter steigen, wenn demobilisierte Kämpfer zurückkehren und sich aufgrund fehlender Perspektiven wiederbewaffnen.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Das Projekt wird von vier Menschenrechtsorganisationen aus Buenaventura umgesetzt. Verantwortlich ist die »Koalition gegen die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in den bewaffneten Konflikt in Kolumbien« Coalico. Das vor zwölf Jahren von terre des hommes und anderen Partnern gegründete Netzwerk kooperiert eng mit dem Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen.

Maßnahmen und Wirkungen

Coalico arbeitet auf zwei Ebenen, um eine nachhaltige Friedenskultur aufzubauen. Es unterstützt die Kinder und Jugendlichen an Schulen, die besonders von Gewalt betroffen sind, sich selbst zu organisieren und erarbeitet mit ihnen Schutzmechanismen gegen Vertreibung, Rekrutierung und sexuelle Gewalt. Außerdem lernen rund 2.100 Kinder und Jugendliche, die Opfer des bewaffneten Konflikts geworden sind, durch Fortbildungen und Beratungen Konflikte in ihrem Alltag friedlich zu lösen und ihre Rechte auf Schutz und Partizipation bei Eltern, Staatsvertretern und in der Gesellschaft einzufordern. Zusätzlich werden die lokalen Behörden darin unterstützt, wirksame Schutzketten für von Gewalt und Vertreibung bedrohte Jugendliche aufzubauen. Diese basieren auf klaren Kommunikationswegen und Kooperationen zwischen den Institutionen. Ergänzend werden Kinderrechtsverletzungen dokumentiert und juristisch aufbereitet.

Herausforderungen und Planung

Coalico setzt sich dafür ein, dass zehn Projektschulen das Konzept der Friedenserziehung und »Schützenden Schule« in ihren Lehrplan aufnehmen. Außerdem beteiligt sich das Netzwerk am Entwurf für ein neues Jugendgesetz für das Munizip Buenaventura, indem es seine Erfahrungen mit Strategien und Aktivitäten zur Gewaltprävention einspeist.

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