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Angriff auf Menschenrechtsaktivisten

Wie der terre des hommes-Projektpartner Justicia y Paz mitteilt, ist vor kurzem einer der bekanntesten Sprecher der Friedensgemeinden vom Fluss Cacarica, Marco Velasco, in der kolumbianischen Küstenstadt Turbo angegriffen und misshandelt worden. Die Täter waren vermutlich Paramilitärs. Marco Velasco ist einer der Zeugen vor dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte, vor dem derzeit die gewaltsamen Vertreibung Tausender Menschen aus der Region am Fluss Cacarica im Jahr 1996 verhandelt wird.

Am Ort des Angriffes hatten nur kurz vorher Paramilitärs einen Friedensaktivisten ermordet. Marco Velasco wurde von Anwohnern aufgefunden, als er am nächsten Morgen das Bewusstsein wiedererlangte. »Die Ereignisse zeigen«, so Peter Strack, Leiter des terre des hommes-Büros Südamerika, wie gefährdet die Friedensgemeinden trotz der inzwischen erreichten Verurteilung einzelner Verantwortlicher der Vertreibung immer noch sind. Solange der kolumbianische Staat nicht imstande sei, den nötigen Schutz zu leisten und die immer noch bestehenden illegalen paramilitärischen Strukturen aufzulösen, sei nach wie vor internationale Unterstützung notwendig.

Die Friedensgemeinden am Fluss Cacarica sind Gemeinden, in denen ehemals von ihrem Land vertriebene Menschen leben. Sie wehren sich gegen jegliche Form der Militarisierung ihrer Gemeinden.

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