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Menschenrechtsaktivist ermordet

Am 7. Januar wurde der Aktivist Aldemar Parra aus dem kolumbianischen El Hatillo ermordet. Der Gewerkschaftler war stark im Umweltschutz und in der Menschenrechtsarbeit in der Gemeinde aktiv. El Hatillo liegt in der Bergbauregion im Norden des Landes und ist von mehreren Kohleminen umgegeben. Umweltschutz gibt es praktisch keinen, das Leben der Menschen hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Im Jahr 2010 ordnete das Umweltministerium die Umsiedlung der Gemeinde an, doch die Einwohner haben immer noch kein neues Zuhause, weil sich die Verhandlungen mit den verantwortlichen Unternehmen ziehen.

Zwischen 2012 und 2016 gab es in der Region mehr als 200 Übergriffe auf Aktivisten, die sich kritisch mit den Folgen des Bergbaus für die Bevölkerung befassen. Die terre des hommes-Partnerorganisation »Pensamiento y Acción Social« (PAS) unterstützt die Dorfbewohner von El Hatillo bei ihren Verhandlungen mit der Regierung und den Bergbauunternehmen.

Im Bündnis mit fast 90 Initiativen und Organisationen hat terre des hommes jetzt eine Deklaration unterzeichnet, die die kolumbianische Regierung und die involvierten Bergbauunternehmen auffordert, die Urheber des Verbrechens zur Verantwortung zu ziehen. Zudem müssen sie entschieden dagegen vorgehen, dass Verteidigerinnen und Vrteidiger von Menschen-, Land- und Umweltrechten zunehmende massiv bedroht werden. Auch die Ursachen für die sozialen Konflikte, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und der damit einhergehende Verlust der Lebensgrundlagen der örtlichen Bevölkerung muss dringend adressiert werden.

23.1.17

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