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Red Hand Day in Kolumbien: Kinder ergreifen das Wort im Friedensprozess

Am 12. Februar, dem Red Hand Day, verleihen Kinder ihren Wünschen und Forderungen nach Frieden und Gerechtigkeit im kolumbianischen Parlament Nachdruck. Organisiert wird die Veranstaltung von der Kolumbianischen Koalition gegen die Einbeziehung von Kindern in den Krieg (COALICO) und weiteren Partnerorganisationen von terre des hommes. Beteiligt sind auch Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und staatlicher Institutionen.

Bereits im vergangenen Dezember hatten kolumbianische Kinder eine Videobotschaft nach Havanna geschickt, wo die kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla über ein Ende des bewaffneten Konflikts verhandeln. »Wie lange müssen wir Kinder noch mit unserem Leben bezahlen, wir wollen keine Kugeln mehr. Glaubt wirklich jemand, dass der Krieg eine Lösung ist?«, heißt es  im Video. Insbesondere die Sorge um die Kinder in den indigenen Gemeinden kam zur Sprache, wenn die Kriegsparteien in ihre Gemeinden einfallen. Oder auch Schulen, die von Bewaffneten besetzt werden und Kinder, die von illegalen Gruppen rekrutiert werden.

Laut Einschätzung der terre des hommes-Partnerorganisation Humanidad Vigente habe es Fortschritte in der Agenda von Havanna gegeben. Umso wichtiger sei es, endlich ein Ende der Kriegshandlungen zu vereinbaren. Auch müssten für die Kinder und Jugendliche, die aus den bewaffneten Gruppen befreit bzw. demobilisiert werden, für die Vertriebenen oder von ihren Eltern getrennten Kinder und für die minderjährigen Opfer sexueller Gewalt besondere Vereinbarungen getroffen werden. Damit soll verhindert werden, dass - wie bei der vorangegangenen Demobilisierung paramilitärischer Einheiten - die Kinder und Jugendlichen vergessen oder versteckt werden, statt ihnen den nötigen psychologischen Beistand und Hilfen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu geben. Und dass Kinder und Jugendliche ihre Kriegstraumata nicht überwinden können oder bei Entschädigungen leer ausgehen.

Zum Weiterlesen: Tatjana aus Kolumbien berichtet über Menschenrechtsverletzungen

12.2.15

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