Sie sind hier:

Raubabbau stoppen - nachhaltige Entwicklung fördern

Ausgangssituation

In der Gemeinde El Hatillo im kolumbianischen Departement El Cesar hat ein Kohlebergwerk vielen Menschen die Lebensgrundlage geraubt. Vergiftetes Wasser wirkt sich auf Landwirtschaft und Fischerei aus. Die Kohleindustrie in der Region El Cesar hat das Leben der Menschen drastisch verschlechtert. Trotz der dramatischen Schäden planen die Investoren, das Werk weiter auszubauen.

Die terre des hommes Partnerorganisation

»Pensamiento y Acción Social« (PAS) ist eine Nichtregierungsorganisation mit den Schwerpunkten friedliche Konfliktlösung und Menschenrechte.

Maßnahmen und Wirkungen

Die Vereinigung PAS organisiert Workshops, um gezielt Eltern, Kinder und Lehrer für das Thema der Umweltzerstörung zu sensibilisieren. Ziel ist es, die ökologischen Rechte von Kindern und Jugendlichen auf nationaler und internationaler Ebene zu fördern. Dabei sollen sie lernen, wie sie sich aktiv gegen die Folgen der Zerstörung wehren können. Damit soll erreicht werden, dass die Verantwortlichen  in die Pflicht genommen werden und die Leidtragenden der Zerstörung Entschädigungsansprüche geltend machen können. Viele Menschen in der Dorfgemeinschaft sind nicht mehr in der Lage, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensunterhalt zu sichern.  Erschwert wird die Situation dadurch, dass viele Familien zwangsumgesiedelt wurden.

Gemeinsam mit den Bewohnern hat der Projektpartner PAS eine Fallstudie erstellt, in der die Auswirkungen der Zerstörung und die Gesundheitsfolgen dokumentiert wurden.  Detailliert werden in der Untersuchung auch die ökologischen Folgen des hemmungslosen Raubbaus durch die Minengesellschaft aufgelistet. Für Kinder organisiert PAS Workshops, die den Jungen und Mädchen die Möglichkeit geben sollen, ihre Sichtweise der Umweltverschmutzung ausdrücken.

Herausforderungen und Planung

Trotz der jetzt schon zugespitzten Situation, plant die Regierung, die Kohleexporte kurzfristig von derzeit 35 Millionen Tonnen auf 70 Millionen Tonnen und bis 2018 gar auf 250 Millionen Tonnen zu erhöhen. Die Menschen in El Hatillo sind in Zukunft weiter auf Hilfe angewiesen. Die Organisation PAS wird die Dorfbewohner bei ihrem Widerstand gegen den Ausbau des Kohleabbaus und gegen die Zwangsumsiedlungen unterstützen.

Zum Seitenanfang