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Wasserversorgung in Peru: terre des hommes setzt Maßstäbe

Vor 25 Jahren starteten zwei Schwestern mit Hilfe von terre des hommes in ihrem Dorf ein Projekt, um Wasserknappheit entgegenzuwirken. Es greift auf traditionelle indianische Methoden zurück, die in Vergessenheit geraten waren. Jetzt hat die Regierung Perus ein Gesetz verabschiedet , wonach die von den Schwestern wiederbelebten Praktiken in ganz Peru gefördert und umgesetzt werden sollen.

Als die beiden Agrar-Ingenieurinnen Marcela und Magdalena Machaca 1991 in ihre Heimatgemeinde Quispillacta – 13 Weiler auf 2.500 bis 4.000 Meter Höhe – zurückkehrten, waren sie überzeugt: Die uralten landwirtschaftlichen Methoden haben viel Potenzial, um die Erträge zu erhöhen und das Leben der Bauernfamilien in den Anden zu verbessern. Sie gründeten die »Asociación Bartolomé Aripaylla« (ABA) und begannen, dieses Wissen zu erforschen.

Der Erfolg gibt ihnen Recht

In Quispillacta gibt es mittlerweile mehr als 100 Lagunen, in denen das Regenwasser gesammelt wird. Mit Hilfe eines kleinen künstlichen Damms werden circa zwei Meter tiefe Seen angestaut, jeder etwa so groß wie ein Fußballplatz. Von dort aus sickert das gesammelte Regenwasser langsam in die tiefer liegenden Gebiete des Berges. Mit Hilfe der Putaqa-Pflanze, die im Hochland den Anden wächst, wird das Wasser dort, wo es benötigt wird, an die Oberfläche »gezogen«. Die Putaqa hat meterlange Wurzeln, die das Wasser aus der wasserführenden Schicht holen und eine Quelle bilden. So haben etwa 200 Familien eine »Putaqa-Quelle«, die sie und ihre Kinder mit Wasser versorgt.

Heute ist in Quispillacta ganzjährig Wasser verfügbar. Dadurch hat sich nicht nur die Produktivität der Landwirtschaft enorm erhöht, sondern auch der gesundheitliche Zustand der Kinder, die nicht mehr unter Dürre leiden oder durch verschmutztes Trinkwasser krank werden Das Einkommen der Kleinbauern hat sich in den letzten 15 Jahren verdreifacht. »Jetzt wandert niemand mehr aus Not in die Großstädte Ayacucho oder Lima ab, um sich dort als Lastenträger zu verdingen«, sagt Magdalena Machaca stolz.

Konzept wird auf ganz Peru ausgeweitet

Ihr langer Atem hat sich nicht nur für Quispillacta gelohnt: Mehrere Regionalregierungen in Peru haben bereits beschlossen, das Konzept umzusetzen. Dass dies nun auch per Gesetz landesweit eingefordert und staatlich gefördert werden soll, ist ein voller Erfolg. Die Arbeit der Machaca-Schwestern und die Unterstützung von terre des hommes wirken weit über die ersten Projektdörfer hinaus.

2.9.19

 

 

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