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Unterstützen Sie Kinder in Afghanistan

Etwa 5,8 Millionen geflohene Afghaninnen und Afghanen sind inzwischen aus den Nachbarländern wieder in ihre Heimat zurückgekehrt, die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Viele Familien können aus Sicherheitsgründen nicht in ihre alten Gemeinden zurückkehren und leben in provisorischen Siedlungen. In der Hauptstadt Kabul leben viele Kinder auf der Straße. Um sich und ihre Familien zu versorgen, müssen sie arbeiten. Oft werden sie ausgebeutet oder in die organisierte Kriminalität gedrängt.

Nach jahrelang anhaltenden Konflikten fehlt es in vielen Regionen Afghanistans an der notwendigen Infrastruktur. Besonders bei der Schulbildung sind die Mängel weitreichend: Noch immer besuchen fast 3,5 Millionen Kinder nicht die Schule, davon sind etwa 75 Prozent Mädchen. Oft sind die Schulen zu weit weg oder die Klassen überfüllt, außerdem fehlen schätzungsweise 100.000 Lehrkräfte. Besonders Mädchen und jungen Frauen wird oft der Zugang zu Schulbildung verwehrt.

Ein großes Problem ist, dass viele minderjährige Mädchen verheiratet werden. Trotz eines gesetzlichen Mindestalters von 16 Jahren ist in manchen Regionen die Hälfte der verheirateten Mädchen unter 15 Jahre alt.

Ihr Ansprechpartner

Jan-Hinnerk Voss
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-118
jh.voss@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Bildungsprogramme und Schutz vor Gewalt

Ziel der von terre des hommes unterstützten Projekte ist es, möglichst vielen Kindern und jungen Erwachsenen in Afghanistan eine ausreichende Schulbildung zu ermöglichen. Vor allem Kinder aus den Rückkehrerfamilien werden bei der Integration in das Bildungssystem und dem Rückkehrprozess unterstützt. Durch Einrichtungen wie Kinderzentren sollen Kinder, die auf der Straße leben und arbeiten, vor Gewalt geschützt werden. Sie erhalten Zugang zu medizinischer Versorgung und psychologische Unterstützung.

Mädchen und jungen Frauen einen gleichberechtigten Zugang zu den Bildungsangeboten zu verschaffen, ist ebenfalls ein zentrales Anliegen der Projekte. Um die Strukturbildung im Bildungssektor des Landes voranzutreiben, werden Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen der Projekte weitergebildet. Neben der fachlichen Qualifizierung der Lehrerkräfte sind Programme der Friedenserziehung und Gewaltprävention ebenfalls Bestandteil der Weiterbildungen.

Mit der Kampagne der Partnerorganisation Social Development and Advocacy Organisation (SDAO), setzt sich terre des hommes dafür ein, Frühverheiratungen von minderjährigen Mädchen zu verhindern. Durch Projekte an Schulen werden Eltern und Lehrkräfte, aber auch Journalistinnen und Journalisten und religiöse Führer über die Gefahren von Kinderheiraten informiert.

Ausblick

Auch zukünftig steht die Verbesserung der Bildungschancen für Kinder und junge Erwachsene, insbesondere aus Rückkehrerfamilien, im Zentrum der Arbeit von terre des hommes. Besonders Mädchen und junge Frauen sollen vor Kinderheirat geschützt und Bildungswege ermöglicht werden.


Projektbeispiel

Mit Mullahs und Journalisten gegen Kinderheirat

Manche reißen aus. Manche nehmen sich das Leben. Manche verbrennen sich. Manche werden zu Mörderinnen. Aber die meisten der Mädchen, die als Kinder zwangsverheiratet werden, leiden nur still vor sich hin. In Afghanistan ist das etwa ein Drittel aller Mädchen.

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