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Indien: terre des hommes gegen sexuellen Missbrauch

Seit im vergangenen Herbst in Delhi eine Studentin vergewaltigt und ermordet wurde, vergeht in Indien kaum eine Woche, in der kein neuer Fall sexuellen Missbrauchs aufgedeckt wird. So wurde im April ein fünfjähriges Mädchen von zwei Männern vergewaltigt. Eine andere Fünfjährige aus Delhi wurde zwei Tage lang von einem Nachbarn festgehalten und vergewaltigt. Ebenfalls für Aufsehen sorgte ein Fall aus einem Heim für Mädchen im Bundestaat Haryana. Wie bekannt wurde, wurden die dort lebenden Mädchen in der Vergangenheit mehrfach sexuell missbraucht.

Es ist Bewegung in die indische Gesellschaft gekommen: Nicht mehr wegsehen, sondern sich gegen den Kreislauf aus Schweigen und Wegsehen auflehnen. Mitarbeitende des terre des hommes Indien-Büros organisierten gemeinsam mit mehreren anderen Nichtregierungsorganisationen unter dem Motto »Pro Child« in Delhi eine Pressekonferenz, um die Taten zu verurteilen und eine konsequentere Verfolgung der Täter zu fordern. Viele Partner von terre des hommes, die seit langem mit Programmen Frauen und Mädchen stärken und gegen Missbrauch aktiv sind, haben Kampagnen intensiviert, um Kinder dabei zu unterstützen, ihre Rechte aktiv zu wahrzunehmen. In der Stadt Pune arbeitet die Organisation Action for the Rights of the Child mit der Polizei zusammen. Dabei geht es um Präventionsmaßnahmen, aber auch um mehr Sensibilität, wenn Verbrechen an Kindern verfolgt werden. Insbesondere, weil sich sexueller Missbrauch von Kindern häufig innerhalb der Familie abspielt. Die indische Regierung hat auf den Druck vieler zivilgesellschaftlicher Organisationen reagiert: Es gibt ein neues Gesetz zur Verbeugung vor Kindesmissbrauch, das erstmalig geschlechtsneutral formuliert ist und alle Arten des Missbrauchs umfasst.

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