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Wir unterstützen Kinder in Nepal

Der Binnenstaat Nepal zieht sich als schmaler Streifen entlang des südlichen Himalaja und grenzt im Norden und Süden an die Staaten mit den größten Bevölkerungen weltweit: China und Indien.

Am 28. Mai 2008 wurde Nepal nach zehnjährigem Bürgerkrieg eine demokratische Republik; am 20. September 2015 wurde endlich die neue nepalesische Verfassung nach langen Verhandlungen verabschiedet. Nepal ist das ärmste Land Südasiens, besonders gravierend ist die Schere zwischen den stärker entwickelten Städten und den armen ländlichen Regionen, wo die Ernährungssituation der Bevölkerung extrem kritisch ist. Fast die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren ist unterernährt. Viele Familien können ihre Kinder nicht versorgen und geben sie an Kinderhändler, die ihnen eine Ausbildung für ihre Kinder versprechen, sie in Wahrheit aber oft an indische Bordelle vermitteln. Ein weiteres Problem ist die massive Umweltzerstörung: Abwässer fließen ungeklärt in die Flüsse, auf den Feldern werden Pestizide eingesetzt, Wälder rigoros abgeholzt. Der Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben im April 2015 geht gerade in den abgelegenen Bergregionen nur langsam voran.

Ihr Ansprechpartner

Jan-Hinnerk Voss
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-118
j.voss@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Gesundheit, Bildung und Umweltschutz zum Wohl von Kindern

terre des hommes setzt sich in Nepal vor allem für die Gesundheit von Kindern und Frauen sowie für die Bildung von Kindern ein. Mit derzeit rund 250 Kinder- sowie rund 110 Jugendclubs unterstützen terre des hommes-Partnerorganisationen insgesamt gut 6.000 junge Menschen, die sich für ihr staatlich verbrieftes Recht auf Bildung stark machen. Sie erhalten Stipendien und Bildungsmaterialien, beschäftigen sich aber auch mit Themen wie dem in Nepal dringend erforderlichen Umweltschutz. Gemeinsam werden Bäume neu angepflanzt und Aktionen gegen die verbreitete illegale Abholzung von Wäldern gestartet. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern installieren die Jugendlichen Solaranlagen, reparieren Wasserräder und errichten Biogasanlagen für arme Familien in den abgelegenen Gegenden Humla, Mugu, Kalikot und Jajarkot.

Mehr als 2.000 Frauen haben sich in Gruppen zusammengeschlossen, um zu lernen, Gärten und Felder zu bewirtschaften und sich so ein eigenes kleines Einkommen zu sichern. Sie verbessern dadurch nicht nur ihre persönlichen Lebensumstände, sondern auch die ihrer Gemeinden und Dörfer. Die Arbeit in den Gruppen, in denen sich die Frauen über ihre Erfahrungen austauschen können, stärkt ihr Selbstbewusstsein, das sie brauchen, um ihre Interessen gegenüber den Männern zu vertreten.

Ausblick

Der Schwerpunkt der terre des hommes-Projekte wird in den nächsten Jahren darin liegen, Gesundheitsvorsorge sowie Bildung – speziell Umweltbildung – und ländliche Entwicklung zu fördern. Letzteres wird umso dringlicher, da immer mehr jüngere Menschen von den kargen Erträgen der Landwirtschaft nicht leben können und in die Hauptstadt Kathmandu oder auch nach Indien oder in die Golfemirate abwandern.

Der Wiederaufbau nach dem Erdbeben 2015 ist ein weiterer Schwerpunkt. Vor allem arme Familien in den entlegenen Bergregionen Nepals werden dabei unterstützt, sich eine neue Existenz aufzubauen.


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