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Die Wüste erwacht zum Leben

Unsere Mitarbeiterin Lena Niehaus besuchte unseren Projektpartner AWARE in Pakistan

Im November führte mich mein Projektbesuch von Karatschi durch die Wüste nach Tharparkar. Diese Region ist geprägt von Armut und Dürren. Die Menschen hier sind seit jeher Wanderarbeiter, die in der Trockenzeit ihre Heimat verlassen, um Geld zu verdienen. Darunter leiden jedoch besonders die Kinder, die mit ihren Eltern mitgehen: Durch die langen Fehlzeiten in der Schule, verpassen die Kinder häufig für mehrere Monate den Unterricht. So erklärt sich auch die hohe Analphabetenrate in Tharparkar. Dazu kommt, dass die Schulen nicht gut ausgestattet sind, es den Lehrkräften häufig an Engagement fehlt und die Prügelstrafe weit verbreitet ist. Viele Kinder brechen die Schule wegen dieser schlechten Bedingungen ab.

Auf meiner Projektreise aber komme ich in ein Dorf, in dem alles anders ist! Hier spielen die Kinder nach der Schule in grünen Gärten. Wir sind in Majhi Rind, wo terre des hommes zusammen mit den Einwohnern die Wüste zum Leben erweckt. Hier haben wir zusammen mit unserer Partnerorganisation AWARE eine solarbetriebene Pumpe installiert, die für sauberes Trinkwasser sorgt, das über Wasserleitungen direkt in die Häuser und Gemüsegärten fließt. Jetzt müssen die Kinder nicht mehr stundenlang Wasser holen und haben endlich genug Zeit zum Spielen und für die Schule.

Damit der Unterricht dort Spaß macht, haben wir außerdem die Schule renoviert und mit Sonnenkollektoren ausgestattet, auch wurden die Lehrkräfte weitergebildet, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern.

Heute sitzen hier doppelt so viele Kinder im Unterricht wie früher, denn es gibt Strom, klimatisierte Räume und genug Licht. Hier laden die Kinder ihre Lampen auf und nehmen das Licht sogar mit nach Hause, damit sie auch abends ihre Nase noch in das Schulbuch stecken können.

Der zwölfjährige Rakesh erzählte mir von seinen großen Plänen für die Zukunft. »Wir sind jetzt alle total glücklich und stolz, dass wir in so eine schöne Schule gehen können. Aber das Beste ist, dass wir jetzt sogar Computer haben!« Rakesh lernt gern und fleißig, denn er möchte Arzt werden, damit er den Armen und Kranken in seinem Dorf helfen kann. Ich drücke ihm ganz fest die Daumen!

In der Wüste wächst die Zukunft – dank Solarenergie

Wenn man die Sonne richtig nutzt, gibt es sogar mitten in der Wüste fließend Wasser. Um das zu fördern, statten wir die Dörfer mit Solarpaneelen (1) und Pumpen (2) aus. Dann verlegen wir zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Leitungen zu ihren Häusern (3). Dank des Wassers ist die Ernährung der Familien gesichert und überdies abwechslungsreicher: In Küchengärten bauen sie unterschiedliche Gemüsesorten an, das Vieh wird ausreichend getränkt (4). Die Familien müssen in der Trockenzeit nun nicht mehr fortziehen, um zu überleben, und ihre Kinder können ohne Unterbrechung die Schule besuchen. Damit sie dort für ihre Zukunft besser lernen können, renovieren wir die Gebäude (5). Wir installieren Sonnenkollektoren, die Ventilatoren und Computer betreiben. Außerdem können die Mädchen und Jungen ihre Lampen aufladen und mit nach Hause nehmen. Diese Leuchten sind die einzigen Lichtquellen im Haus - darüber freuen sich auch die Eltern!

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